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CMV-Volleyball: die 6 Niveaus des Minivolleyballs erklärt

Cool Moves Volley – kurz CMV – ist das niederländische Minivolleyball-Format für Kinder bis einschließlich zwölf Jahre. Sechs Niveaus bauen Schritt für Schritt vom Werfen und Fangen bis zu fast echtem Volleyball auf. Für Eltern und Einsteiger-Trainer: Das passiert auf jedem Niveau – und darum ist es so aufgebaut.

Lesezeit: 6 Min.

Was ist Cool Moves Volley?

CMV ist das offizielle Jugendprogramm der Nevobo – des niederländischen Volleyballverbands – für Kinder von etwa sechs bis einschließlich zwölf Jahren. Die Idee: Volleyball ist für junge Kinder eigentlich zu schwer – der Ball darf nicht aufspringen, jeder Kontakt dauert nur den Bruchteil einer Sekunde, und ohne Technik kommt kein Ballwechsel zustande. CMV löst das, indem es das Spiel in sechs Niveaus aufteilt. Jedes Niveau vereinfacht genau den Teil, den Kinder dieses Alters noch nicht bewältigen können, und fügt etwas hinzu, sobald sie so weit sind. Kinder werden grob nach Alter eingeteilt (Niveau 1 rund um sechs Jahre, Niveau 6 rund um elf bis zwölf), spielen aber auf dem Niveau, das zu ihrem Können passt.

Niveau 1 und 2: Werfen und Fangen

Auf Niveau 1 wird der Ball geworfen und gefangen: Aufschlagen heißt über das Netz werfen, und jeder Ball wird erst gefangen, bevor er weitergeht. So lernen Kinder das Allerwichtigste ohne Frust: rechtzeitig an der Stelle zu stehen, an der der Ball ankommt. Auf Niveau 2 kommt der erste echte Ballkontakt dazu: Nach dem Fangen wirft das Kind den Ball für sich selbst hoch und spielt ihn im oberen Zuspiel weiter. Die Teams sind klein – zwei gegen zwei auf einem kleinen Feld –, damit jedes Kind sehr oft an der Reihe ist.

Niveau 3: das Zusammenspiel beginnt

Auf Niveau 3 wird zu dritt gespielt, und der Schwerpunkt verschiebt sich auf das Zusammenspiel: Der Ball geht über mehrere Kinder über das Netz, und der Aufschlag von unten hält Einzug. Fangen ist als Zwischenschritt noch erlaubt, aber immer mehr Bälle werden direkt gespielt. Für Trainer ist das das Niveau, auf dem die Grundtechniken – Baggern und oberes Zuspiel – wirklich Aufmerksamkeit verlangen. Es ist auch das Niveau, auf dem Kinder zum ersten Mal entscheiden müssen: Spiele ich den Ball selbst oder lasse ich ihn für meinen Mitspieler? Dieses Spielverständnis ist mindestens so wertvoll wie die Technik selbst.

Niveau 4, 5 und 6: hin zu echtem Volleyball

Ab Niveau 4 wird vier gegen vier auf einem kleinen Feld gespielt, und das Fangen verschwindet: Alle Bälle werden gespielt, wie im echten Spiel. Niveau 5 fügt den Aufschlag von oben und den Angriff hinzu, und auf Niveau 6 ist das Spiel komplett – inklusive Schmetterschlag und Block –, nur weiterhin mit vier Spielern auf einem kleinen Feld. Wer Niveau 6 beherrscht, ist bereit für den Wechsel zu Sechserteams auf dem großen Feld. Die genauen Feldmaße, Netzhöhen und Zählregeln pro Niveau stehen in den Minivolleyball-Regeln.

Warum dieser Aufbau so gut funktioniert

Für Eltern: Ein Kind, das „erst“ auf Niveau 3 spielt, hinkt nicht hinterher. Die Niveaus sind eine Lernlinie, kein Zeugnis – aufgerückt wird, sobald das Kind so weit ist, oft sogar mitten in der Saison.

Wie CMV-Spieltage aussehen

CMV wird fast immer in Turnierform gespielt: An einem Samstagmorgen kommen mehrere Vereine zusammen, und jedes Team spielt eine Handvoll kurzer Spiele gegen Gleichaltrige desselben Niveaus. Dieses Format ist bewusst gewählt – viele kurze Spiele bedeuten viel Spielfreude und wenig Druck auf ein einzelnes Ergebnis. Während der Spiele wird durchgewechselt, sodass jedes Kind auf jede Position kommt und alle aufschlagen. Gepfiffen wird meist von Trainern oder älteren Jugendlichen selbst, mit dem Schwerpunkt auf Spielenlassen statt strengem Bestrafen.

Niveaus als Trainer im Blick behalten

Als CMV-Trainer begleitest du oft Kinder auf mehreren Niveaus gleichzeitig und willst pro Kind wissen, wo es steht: Ist das obere Zuspiel stabil genug für Niveau 4, kommt der Aufschlag schon über das Netz? Wer die Entwicklung pro Kind festhält, kann Aufrück-Momente gegenüber Kind, Eltern und Jugendkommission begründen – und verhindert, dass ein Kind zu früh oder zu spät aufrückt. Ein einfaches Hilfsmittel: Geh alle paar Monate pro Kind die Kernfertigkeiten des nächsten Niveaus durch und notiere, was schon gelingt. So wird das Aufrücken eine Feststellung statt einer Diskussion.

Häufige Fragen

Welches Alter gehört zu welchem CMV-Niveau?

Grob: Niveau 1 rund um sechs Jahre, und dann jedes Jahr ein Niveau dazu, bis Niveau 6 rund um elf bis zwölf Jahre. Es ist eine Richtlinie, kein Gesetz – Kinder spielen auf dem Niveau, das zu ihrer Entwicklung passt.

Darf ein Kind auf einem höheren oder niedrigeren Niveau spielen, als sein Alter vorgibt?

Ja. Die Einteilung richtet sich nach Alter und Können: Ein spät eingestiegener Zehnjähriger kann gut auf Niveau 3 starten, und ein geschicktes achtjähriges Kind schafft ein Niveau höher. Sprich mit dem Verein ab, was sinnvoll ist.

Wann endet CMV und beginnt „echtes“ Volleyball?

Nach der Saison, in der ein Kind zwölf wird, rückt es in die C-Jugend auf (in den Niederlanden die Altersklasse ab zwölf): sechs gegen sechs auf dem großen Feld. Niveau 6 ist bewusst als Brücke zu diesem Wechsel angelegt.

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