Mitgliedsbeitrag Volleyball: pro Team oder pro Mitglied?
In vielen Vereinen entsteht der Beitrag so: den vom letzten Jahr nehmen und ein paar Prozent draufschlagen. Danach weiß niemand mehr, woher die Summe kommt, und auf der Mitgliederversammlung kann sie keiner erklären. Dieser Artikel handelt vom Vereinsbeitrag, den deine Mitglieder zahlen — nicht von Software oder Abos. Er macht die Rechnung darunter sichtbar, und die beginnt mit einer einzigen Unterscheidung: Welche Kosten laufen pro Team, und welche pro Mitglied?
Zwei Arten von Kosten, und warum dieser Unterschied alles bestimmt
Die meisten Beitragsdiskussionen bleiben an der Frage hängen, ob die Hallenmiete zu hoch ist. Das ist die falsche Frage — und obendrein eine, die von Land zu Land anders ausfällt: In der einen Kommune zahlt ein Verein marktübliche Hallenmiete, in der anderen bekommt er seine Stunden von der Gemeinde oder einer Schule praktisch geschenkt. Überall gleich ist etwas anderes: die Art, wie Kosten mitwachsen.
Jede Ausgabe eines Vereins fällt in genau eines von zwei Fächern:
- Kosten, die pro Team laufen. Sie ändern sich nicht, wenn ein Spieler dazukommt oder wegfällt: der Trainingsslot in der Halle, die Spielstunden, die Mannschaftsmeldung beim Verband, die Schiedsrichter- und Schreiberkosten deiner Heimspiele, die Trainervergütung und der Ballsatz dieser Mannschaft.
- Kosten, die pro Mitglied laufen. Sie wachsen eins zu eins mit der Mitgliederzahl: die Abgabe pro Mitglied an den Verband, die Unfall- und Haftpflichtversicherung, der Spielerpass, sofern dein Verband einen kennt, und der Anteil der Kleidung, der pro Spieler abgeschrieben wird.
Warum dieser Unterschied so hart durchschlägt: Das erste Fach ist meistens das größte, und es steht fest. Eine Mannschaft mit sieben und eine mit vierzehn Spielern mieten dieselbe Halle, melden sich für dieselbe Liga und haben denselben Trainer. Nur teilen sie diese Rechnung durch eine andere Zahl.
Die Rechnung, ausgeschrieben
Nimm eine Seniorenmannschaft, eine Saison. Die Beträge unten sind Beispiele — setz deine eigenen Zahlen ein, denn Hallenmieten, Verbandsabgaben und Schiedsrichtervergütungen unterscheiden sich je nach Verband, Kommune und Land. Das Muster bleibt aber stehen, was du auch einsetzt.
Kosten, die pro Team laufen:
- Trainingsslot: 1,5 Stunden pro Woche × 34 Wochen × € 20 pro Stunde = € 1.020
- Spielstunden zu Hause: 9 Spiele × 2 Stunden × € 20 = € 360
- Mannschaftsmeldung für die Liga: € 150
- Schiedsrichter- und Schreiberkosten zu Hause: 9 × € 25 = € 225
- Trainervergütung: € 600
- Bälle und Mannschaftsmaterial: € 120
Zusammen € 2.475 pro Team und Saison. Dazu die Kosten, die pro Mitglied laufen: Verbandsabgabe € 35, Versicherung € 5, Pass und Kleidungsabschreibung € 10 — zusammen € 50 pro Mitglied.
Was kostet das pro Spieler, bei vier verschiedenen Mannschaftsgrößen?
- 7 Spieler: € 354 Teamanteil + € 50 = € 404 pro Mitglied
- 9 Spieler: € 275 Teamanteil + € 50 = € 325 pro Mitglied
- 12 Spieler: € 206 Teamanteil + € 50 = € 256 pro Mitglied
- 14 Spieler: € 177 Teamanteil + € 50 = € 227 pro Mitglied
Eine Mannschaft mit sieben Spielern kostet pro Mitglied also fast das Doppelte einer Mannschaft mit vierzehn: € 404 gegen € 227, ein Faktor 1,8. Und dieser Unterschied entsteht nicht dadurch, dass diese sieben Spieler mehr verbrauchen. Sie verbrauchen exakt dasselbe — nur mit weniger Leuten.
Wer zahlt drauf, und wer zahlt mit?
Angenommen, derselbe Verein hat acht Mannschaften und 88 Mitglieder, im Schnitt elf pro Team. Ein einheitlicher Beitrag für alle liegt dann bei € 275 pro Mitglied: achtmal € 2.475 Teamkosten plus 88-mal € 50 Mitgliederkosten, geteilt durch 88.
Rechne jetzt zwei Mannschaften gegen diesen einen Beitrag. Die Mannschaft mit vierzehn kostet den Verein € 3.175 und bringt € 3.850: ein Überschuss von € 675, also € 48 pro Mitglied, die diese Mannschaft zu viel zahlt. Die Mannschaft mit sieben kostet € 2.825 und bringt € 1.925: ein Fehlbetrag von € 900, also € 129 pro Mitglied, die diese Mannschaft zu wenig zahlt. Zwischen dem Mitglied mit dem meisten und dem mit dem wenigsten Glück liegen € 177 pro Saison — bei einem Beitrag von € 275.
Das ist kein Fehler. Es ist eine Entscheidung — nur eine, die nie jemand getroffen hat, weil sie nie jemand ausgerechnet hat. Sobald du sie ausrechnest, kannst du sie auch verteidigen: „Große Mannschaften zahlen für kleine mit, weil wir sonst keine dritte Mannschaft mehr hätten“ ist ein völlig vertretbarer Standpunkt auf einer Mitgliederversammlung. „Das machen wir schon immer so“ ist es nicht.
Genau an diesem Nenner kippen die meisten Haushaltspläne. Vereine rechnen mit dem Mitgliederbestand vom Juni und entdecken im November, dass drei Mannschaften in der Praxis aus acht Leuten bestehen. Wer pro Team festhält, wie viele Spieler wirklich aktiv sind — in Koach steht diese Zahl je Mannschaft im Vereins-Dashboard, siehe deinen Volleyballverein verwalten —, hat die wichtigste Variable des Haushalts das ganze Jahr griffbereit. Und zur Klarheit: Die Kosten einer solchen App haben mit dieser Rechnung nichts zu tun und gehören in den Posten Vereinsmittel, nicht in die Teamkosten; was das ist, steht in was Koach kostet.
Warum Hallenmiete nie pro Mitglied läuft
Hallenmiete wird meistens pro Stunde und Feld abgerechnet, und du mietest kein halbes Feld, weil deine Mannschaft halb so groß ist. Dasselbe gilt für die Mannschaftsmeldung, den Schiedsrichter und den Trainer: Blöcke, die du ganz abnimmst oder gar nicht.
Daraus folgt eine praktische Regel für die sportliche Leitung, die mit Geld nichts zu tun zu haben scheint und alles damit zu tun hat: Der günstigste Weg, den Beitrag niedrig zu halten, ist, Mannschaften ausreichend zu füllen. Zwei Mannschaften mit je sieben Spielern kosten zusammen € 4.950 an Teamkosten; eine Mannschaft mit vierzehn kostet € 2.475. Zusammenlegen ist also keine Einsparung von ein paar Zehnern, sondern eine Halbierung des größten Kostenpostens. Wer entscheidet, ob Mannschaften zusammengehen, und wann diese Entscheidung fällt, steht in wer bei deinem Verein was entscheidet. Triff die Entscheidung vor dem Meldeschluss; danach hängst du eine Saison lang an der Rechnung.
Andersherum funktioniert es genauso: Jeder Spieler, den du einer bestehenden, nicht vollen Mannschaft hinzufügst, kostet den Verein nur den Mitgliederanteil — in unserem Beispiel € 50 —, während er den vollen Beitrag zahlt. Der neunte Spieler in einer Mannschaft mit acht ist finanziell das beste Mitglied, das du diese Saison werben kannst.
Kernpunkt: Teile deinen Haushalt ein einziges Mal in zwei Spalten — Kosten pro Team und Kosten pro Mitglied — und teile die erste Spalte durch die tatsächliche Spielerzahl pro Mannschaft. Diese eine DIN-A4-Seite beantwortet in fünf Minuten drei Fragen, für die du sonst drei Sitzungen brauchst: Ist unser Beitrag fair, welche Mannschaft subventioniert welche, und was kostet eigentlich so viel?
Drei politische Entscheidungen, die aus der Rechnung folgen
- Ein Beitrag für alle. Einfach einzuziehen, einfach zu erklären und solidarisch: Kleine Mannschaften bestehen weiter, weil volle mitzahlen. Triff diese Wahl bewusst und schreib den Betrag dieser Solidarität in die Erläuterung zum Haushalt. Nachteil: Je mehr Mannschaften zu klein werden, desto schwerer lastet das auf immer weniger Leuten.
- Zuschlag oder Rabatt nach Mannschaftsgröße. Mannschaften unter einer vereinbarten Grenze (zum Beispiel neun Spieler) zahlen einen Zuschlag pro Mitglied, Mannschaften über zwölf einen Rabatt. Das ist gegenüber dem einzelnen Mitglied am fairsten und gibt Mannschaften einen Grund, selbst zu werben. Nachteil: Du bestrafst Spieler für etwas, worauf sie selbst wenig Einfluss haben, und eine einzige Abmeldung im Januar kann eine ganze Mannschaft in eine andere Kategorie schieben. Leg die Mannschaftsgröße deshalb an einem festen Stichtag pro Saison fest.
- Ein fester Teambetrag plus ein persönlicher Mitgliederanteil. Der Verein stellt der Mannschaft einen festen Betrag in Rechnung (die Teamkosten), und jedes Mitglied zahlt daneben seinen eigenen Anteil. Die Mannschaft verteilt den Teambetrag unter sich. Das entspricht genau dem, wie die Kosten tatsächlich laufen, und Mannschaften schauen sofort anders auf Hallenstunden und Turniere. Nachteil: Verwaltungstechnisch ist das die aufwendigste Variante, und du brauchst pro Mannschaft jemanden, der die Mannschaftskasse führt — eine Aufgabe, die in der Praxis beim Teammanager landet.
Es gibt noch einen vierten Weg, der oft vergessen wird: den Beitrag stehen lassen und das Problem dort lösen, wo es sitzt. Eine Mannschaft mit sieben Spielern ist selten eine Finanzfrage und meistens eine Mitgliederfrage.
Staffelung: Jugend, Senioren und Freizeitgruppen
Sobald du die zwei Spalten hast, kannst du pro Mannschaftsart ausrechnen, was eine Staffelung wert ist — statt sie zu schätzen.
Freizeitgruppen sind am günstigsten, und der Abstand ist größer als eine kleine Staffelstufe. Eine Freizeitgruppe trainiert in der Regel einmal pro Woche, spielt keine Liga und hat daher keine Mannschaftsmeldung, keine Spielstunden und keine Schiedsrichterkosten. In unserem Beispiel fallen damit € 150, € 360 und € 225 weg: Es bleiben € 1.740 an Teamkosten statt € 2.475, und ohne bezahlten Trainer € 1.140. Auf vierzehn Teilnehmer verteilt sind das € 124 beziehungsweise € 81 pro Person, gegenüber € 177 bei einer Seniorenmannschaft mit vierzehn — und dazu kommt, dass die Verbandsabgabe für nicht am Spielbetrieb teilnehmende Mitglieder oft niedriger liegt. Ein deutlich niedrigerer Freizeitbeitrag ist also kein Gefallen, sondern ein Ergebnis — und genau so lässt er sich den Senioren erklären, die den höchsten Betrag zahlen. Was so eine Gruppe sonst noch braucht, steht in mit Freizeitgruppen trainieren.
Jugend ist schwieriger. Jugendmannschaften trainieren oft zweimal pro Woche, brauchen mehr Betreuung und sind schwächer besetzt — ihre Kosten pro Mitglied liegen dadurch regelmäßig höher als die der Senioren, während sie meist den niedrigsten Beitrag zahlen. Dafür kann man sich gut entscheiden; nur: Nenn es dann eine Entscheidung und keine Berechnung, und sag dazu, woher das Geld kommt (die Senioren, ein Sponsor oder der Vereinsgastronomie-Erlös). Vergiss in diesem Posten auch die Ausbildung deiner Jugendtrainer nicht: Sie kostet Geld im Haushalt, während sie im Beitrag nirgends sichtbar wird, siehe Trainer gewinnen und halten.
Zwei Dinge gehören nicht in den Grundbeitrag: das Mitspielen in einer zweiten Mannschaft und Turniere. Ein Mitglied, das in zwei Mannschaften spielt, kostet den Verein keinen zweiten Mitgliederanteil — es ist bereits Mitglied und bereits versichert —, wohl aber einen Teil eines zusätzlichen Mannschaftsslots. Ein Zuschlag in Höhe dieses Teamanteils ist fair; ein zweiter voller Beitrag ist es nicht. Und Turniere spielt nicht jede Mannschaft, also rechne die Meldegelder separat mit den teilnehmenden Mannschaften ab. Die Faustregel: Alles, was nicht jede Mannschaft abnimmt, gehört nicht in den Beitrag, den jede Mannschaft zahlt.
Familienrabatt: rechne ihn auf dem richtigen Anteil
Ein Familienrabatt ist schnell beschlossen und selten durchgerechnet. Zwanzig Prozent Rabatt auf das zweite und dritte Kind einer Familie klingt bescheiden; bei fünfzehn Familien mit zwei spielenden Kindern und einem Jugendbeitrag von € 200 sind das € 600 weniger Einnahmen pro Saison, und dieser Betrag muss anderswo herkommen.
Die Rechnung liefert auch gleich die sauberere Form: Gib den Rabatt auf den Teamanteil und nicht auf den Mitgliederanteil. Das zweite Kind kostet den Verein nämlich schlicht seine eigene Verbandsabgabe, seine eigene Versicherung und seinen eigenen Pass — daran lässt sich nichts sparen —, während der Teamanteil sehr wohl weicher werden kann, wenn die Familie doppelt beiträgt. So bleibt der Rabatt bestehen, ist aber erklärbar und kostet den Verein weniger. Was Eltern neben dem Beitrag noch für Schuhe, Knieschoner und Trikot ausgeben, steht in was dein Kind für Volleyball braucht — zähl das in deiner Kommunikation dazu, denn Eltern tun das auch.
Eine Erhöhung auf der Mitgliederversammlung vorbringen
Bei einer Beitragserhöhung macht die Präsentation oft mehr aus als der Betrag selbst. Fünf Schritte:
- Schick die Rechnung mit der Tagesordnung mit, mindestens zwei Wochen vorher. Eine DIN-A4-Seite, zwei Spalten, sechs Posten. Wer die Zahlen erst an diesem Abend sieht, kann sie nicht prüfen und stimmt eher dagegen.
- Nenn den Unterschied pro Monat, nicht pro Jahr. € 24 pro Jahr sind € 2 pro Monat. Beides stimmt; das Zweite ist das, was das Mitglied spürt.
- Zeig zuerst, was du schon getan hast. Eine Hallenstunde reduziert, einen Sponsor dazugewonnen, einen Energievertrag neu verhandelt. Ohne diese Liste liest der Saal die Erhöhung als den bequemsten Weg.
- Stell eine echte Alternative daneben. Nicht „sonst schaffen wir es nicht“, sondern „keine Erhöhung heißt ein Trainingsslot weniger für den ganzen Verein, oder eine Mannschaft, die wir nicht melden“. Eine Wahl zwischen zwei konkreten Dingen findet Zustimmung; eine Wahl zwischen einer Erhöhung und einer Unschärfe nicht.
- Lass über einen einzigen Vorschlag abstimmen. Drei Varianten vorzulegen ist Vertagung mit Zwischenschritten. Wählt als Vorstand einen aus und erklärt die Abwägung.
Setz in denselben Brief eine Zeile über die stille Regelung: Wer es zu Hause nicht aufbringen kann, mailt einen Namen und bekommt Ratenzahlung oder Hilfe aus einem Fonds, und das bleibt zwischen diesen beiden. Nenn diesen Satz immer, auch wenn ihn in dem Jahr niemand in Anspruch nimmt. Geld ist einer der Gründe, aus denen Kinder still verschwinden — siehe mein Kind will mit Volleyball aufhören —, und diesen Grund nennt fast kein Elternteil von sich aus.
Was der Trainer sagt, wenn der Beitrag steigt
Du bist kein Kassenwart, aber du stehst am Spielfeldrand, wenn die Frage kommt. Drei Sätze reichen, und du kannst sie wörtlich so aussprechen:
- „Der Beitrag steigt zum 1. Januar von € 251 auf € 275 — das sind zwei Euro pro Monat.“
- „Das liegt an der Hallenmiete, nicht an zusätzlichen Dingen; die ist dieses Jahr gestiegen, und das trifft jede Mannschaft, die trainiert.“
- „Wenn es zu Hause nicht passt, schreib eine Mail an Marlene aus dem Vorstand. Dafür gibt es eine Regelung, und das bleibt unter euch.“
Und drei Dinge, die du nicht tust: über den Betrag verhandeln, dich im Namen des Vorstands entschuldigen und mitdiskutieren, was der Vorstand eigentlich hätte tun sollen. Will ein Elternteil die Herleitung, verweis auf den Haushalt bei der Mitgliederversammlung — genau dafür passen diese zwei Spalten auf eine DIN-A4-Seite.
Häufige Fragen
Welche Kosten laufen pro Team und welche pro Mitglied?
Pro Team laufen der Trainings- und Spielslot in der Halle, die Mannschaftsmeldung beim Verband, Schiedsrichter- und Schreiberkosten, die Trainervergütung und der Ballsatz. Pro Mitglied laufen die Verbandsabgabe, die Versicherung, der Spielerpass und die Kleidungsabschreibung. Die erste Gruppe ist meist mit Abstand die größte und ändert sich nicht, wenn ein Spieler dazukommt oder wegfällt.
Warum ist eine kleine Mannschaft pro Spieler teurer?
Weil die Teamkosten feststehen und durch weniger Leute geteilt werden. Im Rechenbeispiel oben kostet eine Mannschaft mit sieben Spielern € 404 pro Mitglied und eine mit vierzehn € 227 — ein Faktor 1,8, obwohl beide Mannschaften genau dieselbe Halle, dieselbe Liga und denselben Trainer abnehmen.
Muss jede Mannschaft denselben Beitrag zahlen?
Das darf sie, aber dann wisse, was es bedeutet: Volle Mannschaften zahlen für halb volle mit. Im Beispiel zahlt eine Mannschaft mit vierzehn € 48 pro Mitglied zu viel und eine mit sieben € 129 pro Mitglied zu wenig. Das ist eine völlig vertretbare Entscheidung, solange du sie bewusst triffst und in der Erläuterung zum Haushalt benennst.
Wie viel Rabatt kannst du Freizeitgruppen geben?
Rechne es aus, statt zu schätzen. Eine Freizeitgruppe trainiert meist einmal pro Woche, spielt keine Liga und hat daher keine Mannschaftsmeldung, keine Spielstunden und keine Schiedsrichterkosten; im Beispiel bleiben € 1.740 an Teamkosten statt € 2.475, und ohne bezahlten Trainer € 1.140. Auf vierzehn Teilnehmer sind das € 124 oder € 81 pro Person, gegenüber € 177 bei einer Seniorenmannschaft mit vierzehn — damit hast du einen Beitrag, den du herleiten statt verteidigen kannst.
Wie bringst du eine Beitragserhöhung auf der Mitgliederversammlung vor?
Schick die Rechnung zwei Wochen vorher mit, nenn den Unterschied pro Monat statt pro Jahr, zeig, was du schon eingespart hast, und stell eine konkrete Alternative daneben (zum Beispiel ein Trainingsslot weniger). Lass danach über genau einen Vorschlag abstimmen; drei Varianten vorzulegen lädt zur Vertagung ein.
Was kostet ein Mitglied, das in zwei Mannschaften spielt?
Es kostet den Verein keinen zweiten Mitgliederanteil — es ist bereits Mitglied, bereits versichert und hat bereits einen Pass —, wohl aber einen Teil eines zusätzlichen Mannschaftsslots. Ein Zuschlag in Höhe dieses Teamanteils ist also fair; einen zweiten vollen Beitrag zu berechnen ist es nicht.