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Welche Spielerdaten brauchst du als Trainer wirklich?

Die meisten Trainer merken erst in dem Moment, dass ihnen eine Notfallnummer fehlt, in dem sie sie brauchen. Eine halbe Stunde zu Saisonbeginn verhindert das. Das ist die Liste der Daten, die du als Trainer wirklich nutzt, plus die Dinge, die du bewusst nicht festhältst.

Lesezeit: 6 Min.

Die Basisliste: was du von jedem Spieler weißt

Fang klein und funktional an. Pro Spieler brauchst du: Name und Geburtsdatum (für Spielberechtigung und Altersklasse), Telefonnummer und E-Mail-Adresse, bei Jugendlichen die von mindestens einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten, und mindestens eine Notfallnummer, die nicht dieselbe ist wie die Nummer des Spielers selbst. Dazu kommen: Rückennummer, Position und eventuelle Zweitposition sowie Trikotgröße. Das ist die komplette administrative Basis, und die ist in zehn Minuten pro Mannschaft ausgefüllt.

Praktisch genauso wertvoll ist eine zweite Ebene, nach der niemand fragt: wer fährt und wer nicht, wer kann mittwochs nie, wer hat einen Beruf mit Schichtdienst, und ob jemand noch eine zweite Sportart betreibt. Letzteres ist keine Neugier, sondern Belastungsinformation: ein Spieler, der daneben dreimal pro Woche trainiert, hat eine andere Erholungsgeschichte als der Rest.

Die Gesundheitsseite: kurz und funktional

Du bist kein Arzt und musst keine medizinische Akte führen. Was du wissen willst, ist, was du in der Halle können musst. Vier Fragen reichen: hat der Spieler eine Erkrankung, auf die ich bei Belastung Rücksicht nehmen muss (etwa Asthma, Epilepsie, Diabetes)? Gibt es Medikamente, die beim Sport griffbereit sein müssen, zum Beispiel ein Inhalator, und wo liegen sie? Gibt es Allergien, die beim Essen oder bei Erster Hilfe relevant sind? Und: welche Verletzungen hatte der Spieler früher, die noch Aufmerksamkeit brauchen?

Die letzte Frage ist die nützlichste für deine Trainings. Ein früher umgeknicktes Sprunggelenk oder eine Knieproblematik bedeutet zusätzliche Aufmerksamkeit beim Belastungsaufbau, nicht weniger Training. Was du mit diesem Wissen machst, steht in Verletzungsprävention. Was du damit nicht machst: beraten. Bei Beschwerden, Zweifeln an der Belastbarkeit oder einer Rückkehr nach einer Verletzung ist der Physiotherapeut oder Arzt am Zug, nicht der Trainer.

Spielerprofil mit Kontaktdaten, Position, Rückennummer und Notizen des Trainers
Ein Profil pro Spieler, mit genau den Daten, die du in der Halle brauchst — nicht mehr.

Sammle es außerdem an einem Ort statt auf einem gefalteten Blatt in deiner Tasche. Spielerprofile und Trainernotizen stehen in Koach beieinander, sodass du bei einer Verletzung oder Absage nicht erst drei Chatverläufe zurückscrollen musst. Wie du so ein Profil aufsetzt, steht in Spielerprofile anlegen.

Bei Jugendlichen: Einwilligung und Absprachen

Bei minderjährigen Spielern kommen drei Dinge dazu, und die regelst du am besten schriftlich zu Saisonbeginn. Erstens: wer darf das Kind nach einem Spiel mitnehmen? Bei einem Auswärtsspiel mit Fahrgemeinschaften ist es nicht selbstverständlich, dass jedes Elternteil weiß, bei wem sein Kind mitfährt — halte fest, wer darf und wer nicht. Zweitens: Bildmaterial. Frag nach der Einwilligung für Fotos und Videos, und respektiere ein Nein ohne Diskussion; Mannschaftsfotos in sozialen Medien sind eine der häufigsten Quellen von Ärger. Drittens: Besonderheiten zu Hause, die für die Betreuung relevant sind, zum Beispiel eine Trennungssituation, in der die Kommunikation an beide Elternteile gehen muss. Frag da nicht nach, aber gib Eltern den Raum, es zu melden — und sorge dann dafür, dass Mitteilungen nachweislich bei beiden Elternteilen ankommen.

Was du besser nicht festhältst

Aufbewahren, teilen und aufräumen

Drei einfache Regeln halten es sauber. Begrenze den Zugriff: Kontaktdaten dürfen beim Teammanager liegen, Trainernotizen gehören dem Trainer. Teile nichts außerhalb der Mannschaft, ohne dass der Spieler oder das Elternteil davon weiß — auch keine Telefonliste an einen anderen Verein. Räum auf: am Ende der Saison löschst du Daten von Spielern, die gehen, und übergibst nur, was der nächste Trainer braucht. Wie ein Verein damit breiter umgeht, steht in Datenschutz und Daten. Für die meisten Mannschaften genügt das: sammle wenig, bewahre es an einem Ort auf, und wirf es weg, wenn es nicht mehr gebraucht wird.

Mach es in einem Zug: lass Spieler und Eltern das Formular in der ersten Woche ausfüllen, nicht tröpfchenweise. Eine Liste, die zu 80 Prozent ausgefüllt ist, ist genau die Liste, auf der die fehlende Notfallnummer ausgerechnet bei dem Spieler steht, den du im November brauchst.

Häufige Fragen

Darf ich als Trainer medizinische Informationen meiner Spieler festhalten?

Nur das, was funktional nötig ist, um verantwortungsvoll zu trainieren und bei einem Zwischenfall handeln zu können, etwa Asthma oder eine Allergie. Ausführliche medizinische Akten gehören nicht zum Trainer und hältst du bewusst aus der Mannschaftsverwaltung heraus.

Was mache ich, wenn ein Elternteil keine Einwilligung für Fotos gibt?

Respektiere das ohne Diskussion und sorge dafür, dass deine Mannschaft es weiß, damit auch keine Gruppenfotos mit diesem Kind geteilt werden. Mach daraus eine Absprache zu Saisonbeginn, dann musst du nicht bei jedem Spiel darüber nachdenken.

Wie lange bewahre ich Spielerdaten nach der Saison auf?

So kurz wie praktisch möglich: lösche die Daten von Spielern, die gegangen sind, nach Saisonende und übergib nur, was der nächste Trainer braucht. Für die Verwaltung des Vereins gelten eigene Absprachen; frag die beim Vorstand nach.

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