VolleyStation-Alternative für den normalen Volleyballtrainer
Kurze Antwort: VolleyStation ist Analysesoftware für Teams mit eigenem Analysten — jede Aktion codieren, verknüpft mit Video, auf einem Windows-, Mac- oder Linux-Rechner. Koach ist eine Trainer-App für deine ganze Saison auf dem Handy: Aufstellung, Training, Anwesenheit, Live-Scoring und Entwicklung. Sitzt jemand neben dir und scoutet, und willst du Videomaterial pro Aktion nachschauen, gewinnt VolleyStation. Stehst du mit einem Vereins- oder Jugendteam allein da, ist dieses Werkzeug schwerer als dein Problem.
Vergleich geprüft am 5. August 2026, auf Basis der offiziellen Website, des VolleyStation-Pro-Handbuchs und der Einträge im App Store und bei Google Play.
Volle Offenheit: Wir machen Koach. Lies das hier also als Vergleich vom Hersteller einer dieser Apps — deshalb steht unten auch ausdrücklich, was VolleyStation besser macht und für wen es die bessere Wahl ist. Offizielle Website: volleystation.com.
Was VolleyStation ist
VolleyStation ist ein polnisches Volleyball-Technologieunternehmen, das unter anderem mit der FIVB, Volleyball World, Nationalmannschaften und amerikanischen Colleges arbeitet; in der polnischen PlusLiga ist es der Standard. Das Hauptprodukt, VolleyStation Pro, ist Desktopsoftware für Windows, macOS und Linux, mit der du jede Aktion eines Spiels codierst: Aufschlag, Annahme, Zuspiel, Angriff, Block. Daraus entstehen Berichte pro Spieler und pro Rotation, mit Angriffsrichtungen und Heatmaps, und die codierten Aktionen sind mit Videomaterial verknüpft — inklusive Export von Videoschnitten. Dazu gibt es einen Bench-Modus, der Live-Daten an Tablets im selben Netzwerk schickt, und eine separate kostenlose App, VolleyStation Score, für den digitalen Spielberichtsbogen bei Turnieren.
Was VolleyStation kann und Koach nicht
Das ist keine kurze Liste, und genau das ist der Punkt:
- Videoanalyse. Bilder mit den codierten Aktionen synchronisieren und jede Aktion einzeln nachschauen. Koach macht bewusst nichts mit Video.
- Scouting auf Aktionsebene. Einen Gegner vollständig durchcodieren und daraus Berichte ziehen. In Koach führst du Notizen über Gegner und scoutest auf die altmodische Art — nützlich, aber eine andere Größenordnung.
- Tiefe in der Auswertung. Heatmaps, Angriffsrichtungen, Aufschlüsselungen pro Rotation, eigene Rechenformeln in Tabellen.
- Mehrere Analysten gleichzeitig. Zwei Personen, die dasselbe Spiel codieren („dual coding“).
- Beach- und Snowvolleyball neben der Halle.
- Turnier-Infrastruktur. Der digitale Spielberichtsbogen als PDF, verknüpft mit der Turnierplanung — gedacht für Organisatoren, nicht für einen einzelnen Trainer.
Was es kostet (und was wir nicht feststellen konnten)
Ehrlich: VolleyStation Pro nennt nirgends öffentlich einen Preis. Nicht auf der Website, nicht im Handbuch. In Polen läuft der Verkauf über den Volleyballverband, wo steht, dass der Preis vom Spielniveau abhängt und eine Lizenz zwölf Monate pro Schlüssel gilt; bestellt wird per E-Mail. Für den Rest Europas haben wir keine Preisliste gefunden — du musst Kontakt aufnehmen. Es gibt allerdings nach der Registrierung eine Demoversion mit allen Funktionen, du kannst es also ausprobieren. Die separate App VolleyStation Score ist im App Store und bei Google Play kostenlos.
Koach steht am anderen Ende dieses Spektrums: 2,99 € pro Monat für Coach (1 Team, 2 Trainer) oder 9,99 € pro Monat für Club (unbegrenzt Teams und Trainer), jährlich rund 17 % günstiger, mit 14 Tagen kostenlos testen ohne Kreditkarte. Das ist kein Qualitätsurteil — es sind zwei Produkte für zwei verschiedene Budgets und Zielgruppen.
| Was du willst | VolleyStation | Koach |
|---|---|---|
| Videoanalyse pro Aktion | Ja | — |
| Tiefes Scouting der Gegner | Ja | Nur Notizen |
| Live-Scoring auf dem Handy | Desktop + Bench-Tablet | Ja |
| Trainings planen + Übungen | — | Ja (200+) |
| Anwesenheit, Kalender, Fahrplan | — | Ja |
| Spielerentwicklung über die Saison | — | Ja |
| Preis öffentlich bekannt | Nein, auf Anfrage | 2,99 € / 9,99 € pro Monat |
| Deutschsprachig | Nein | Ja (6 Sprachen) |
Wo Koach die andere Hälfte abdeckt
VolleyStation berührt das Spiel. Die Saison drumherum nicht: keine Trainingsplanung, keine Übungsbibliothek, keine Anwesenheit, kein Teamkalender, keine Mitteilungen oder Umfragen, kein Fahrplan für Auswärtsspiele, keine Elternaccounts. Das ist kein Mangel — es ist eine andere Produktkategorie. Es bedeutet aber, dass ein Vereinstrainer, der VolleyStation kauft, danach immer noch etwas für die anderen neun Monate braucht.
Die zweite praktische Hürde: Codieren kostet Personal. Ein Spiel vollständig durchzucodieren schaffst du nicht, während du coachst. Koach ist bewusst für den Trainer entworfen, der allein dasteht — oder das Scoring an einen Auswechselspieler abgibt — und sonst die Zahlen im Nachhinein einträgt. Du bekommst damit weniger Tiefe als mit VolleyStation, aber Zahlen, die tatsächlich zustande kommen.
Für wen ist VolleyStation die bessere Wahl?
- Du trainierst in der 1. oder 2. Bundesliga, auf internationalem Niveau oder an einem Stützpunkt, wo Analyse Teil des Programms ist.
- Es gibt einen Analysten, Praktikanten oder festen Statistiker — jemanden, der nicht gleichzeitig coachen muss.
- Du willst Bilder pro Aktion nachschauen und Videoschnitte für die Besprechung erstellen.
- Du spielst in einer Liga (wie der polnischen), in der die Software vorgeschrieben ist.
- Du organisierst Turniere und willst den Papier-Spielberichtsbogen loswerden.
Wähle Koach, wenn du ein oder ein paar Teams in einem Verein trainierst, die meiste Zeit für Planung, Anwesenheit und das Durchrechnen von Aufstellungen draufgeht und dir am Spieltag Punkte pro Spieler und Wachstum über die Saison reichen. Und wenn du auf Deutsch arbeiten willst.
Das ehrliche Fazit
Das sind keine Konkurrenten, die um denselben Trainer kämpfen. VolleyStation ist dreizehn Jahre alt, sitzt bei der FIVB auf der Bank und macht Dinge, die Koach nicht macht und auch nicht machen wird. Koach ist jung — seit Juli 2026 im App Store — und erledigt die breite Saisonarbeit, an die VolleyStation gar nicht erst herangeht. Wenn du zweifelst, ist das meist ein Zeichen dafür, dass deine Frage eigentlich nicht „welche Analysesoftware“ lautet, sondern „wie behalte ich den Überblick über mein Team“. Fordere sonst zuerst die Demo von VolleyStation an und teste Koach 14 Tage; dann weißt du es innerhalb von zwei Wochen. Breiter schauen kannst du in der Übersicht der Sportteam-Apps oder bei den besten Volleyball-Apps.
Die Testfrage. Hast du jemanden, der das ganze Spiel hinter einem Laptop sitzen kann, ohne mitzucoachen? Wenn nein, ist Profi-Scoutingsoftware in der Praxis ungenutztes Werkzeug — so gut sie auch ist.
Häufige Fragen
Was kostet VolleyStation?
Das ist nicht öffentlich angegeben. Auf der eigenen Website und im Handbuch fehlt eine Preisseite; in Polen läuft der Verkauf über den Volleyballverband, mit einem Preis, der vom Spielniveau abhängt, und einer Lizenz von zwölf Monaten pro Schlüssel. Den Preis erfragst du per E-Mail. Es gibt aber eine kostenlose Demoversion mit allen Funktionen. Koach ist transparent: 2,99 € pro Monat für Coach und 9,99 € pro Monat für Club, mit 14 Tagen kostenlos testen ohne Kreditkarte.
Läuft VolleyStation auf meinem Handy?
VolleyStation Pro ist Desktopsoftware für Windows, macOS und Linux; es gibt einen Bench-Modus, der Live-Daten an Tablets im selben Netzwerk schickt. Die separate kostenlose App VolleyStation Score läuft zwar auf iPhone und Android, aber das ist ein digitaler Spielberichtsbogen für Turniere, kein Analysepaket. Koach läuft im Browser und als App auf iPhone und Android.
Kann Koach Videoanalyse?
Nein, und das ist eine bewusste Entscheidung. Koach macht nichts mit Video und tritt nicht gegen Scoutingsoftware an. Willst du Bilder pro Aktion nachschauen, ist VolleyStation darin schlicht besser.
Kann ich beide nebeneinander nutzen?
Ja, und für Teams mit einem Analysten ist das die logische Kombination: VolleyStation für Spielanalyse und Video, Koach für Trainings, Anwesenheit, Aufstellungen und Spielerentwicklung. Sie beißen sich nicht, weil sie sich kaum berühren.


