Deine eigene Übungsbibliothek aufbauen
Jeder Trainer hat sie: die fünfzehn Übungen, die immer funktionieren. Sie leben nur in deinem Kopf, in einem alten Notizbuch und in drei Screenshots. In Koach liegen zweihundert startklar bereit — deine fünfzehn machen daraus eine Bibliothek, die dir gehört.
Du fängst nicht bei einem leeren Bildschirm an
Unter Training → Übungen stecken zweihundert Übungen fest eingebaut: Du musst sie nicht herunterladen oder importieren, sie sind ab deinem ersten Tag da. Du erkennst sie am orangefarbenen Koach-Zeichen vor dem Namen, und mit dem Schalter Koach-Übungen anzeigen blendest du sie mit einem Tipp aus, wenn du nur deine eigene Arbeit sehen willst. Jede Übung besteht aus fünf bis dreizehn Phasen mit einer Notiz pro Phase; drückst du auf Abspielen, siehst du die Übung laufen statt stillstehen. Was drinsteckt und wie sich das über Kategorien und Gruppengrößen verteilt, steht in der Koach-Übungssammlung.
Warum eine Bibliothek und keine losen Listen
Das Problem mit Übungen aus dem Gedächtnis ist nicht das Vergessen — es ist die Einseitigkeit. Unter Zeitdruck greifst du immer zu denselben fünf, und dein Team trainiert monatelang dieselben Dinge, ohne dass es jemandem auffällt. Eine Bibliothek mit Kategorien zeigt dir auf einen Blick: Wann habe ich eigentlich zuletzt etwas mit Blocken gemacht?
So machst du sie zu deiner
- Fang mit dem an, was schon da ist: Filtere nach der Kategorie deines nächsten Trainings, spiel ein paar Übungen ab und häng die brauchbaren direkt an einen Block in deinem Programm.
- Ergänze dein Standardrepertoire: Trag deine zehn eigenen Favoriten dazu — Name, Kategorie, kurze Beschreibung. Ein Abend Arbeit mit dem Übungseditor.
- Füge hinzu, sobald du etwas entdeckst: eine gute Übung bei einer Clinic oder einem anderen Team gesehen? Sofort rein, sonst ist sie weg.
- Kategorisiere streng: Nimm dieselben Kategorien wie die Sammlung — Angriff, Annahme, Aufschlag, Block, Abwehr, Aufwärmen — siehe Kategorisieren.
- Miste jede Saison aus: Eine eigene Übung, die du ein Jahr nicht genutzt hast, kann weg — oder verdient in deinem nächsten Programm eine zweite Chance.
Die Bibliothek als Teameigentum
Die zweihundert eingebauten Übungen sieht jeder Trainer des Teams, aber die Bibliothek ist mehr als diese Basis: Jeder Trainer fügt eigene Übungen hinzu und filtert nach Ersteller — siehe Übungen zwischen Trainern teilen. So baut ihr gemeinsam eine Sammlung auf, die bleibt, wenn jemand geht, und du stellst dein Programm beim Planen in Minuten zusammen.
Beschreibe Übungen für deinen Ersatz: Schreib jede Beschreibung so, als müsste sie morgen ein Vertretungstrainer durchführen. Aufbau, Ablauf, Zählweise — steht das alles da, ist deine Bibliothek wirklich übertragbar.
Häufige Fragen
Wie viele Übungen muss ich selbst dazu erstellen?
Die zweihundert eingebauten Übungen decken eine Saison mehr als ab. Selbst erstellst du das, was für deine Gruppe spezifisch ist: die Form mit eurer eigenen Zählweise, die Variante, für die dein Team gerade reif ist. Zehn bis zwanzig eigene Übungen reichen den meisten Trainern.
Kann ich Übungen einfach aus dem Internet übernehmen?
Als Inspiration absolut — aber schreib sie für deine Gruppe um: Spielerzahl, Niveau, Material. Genau die Übersetzung in deinen eigenen Kontext macht eine Übung wirksam.
Was macht eine gute Übungsbeschreibung aus?
Vier Zeilen: Ziel, Aufbau, Ablauf und Zählweise/Rotationsmoment. Plus die Falle, die dir letztes Mal aufgefallen ist. Mehr Text liest am Spielfeldrand niemand.
Kann ich die fertigen Übungen ausblenden?
Ja. Mit dem Schalter „Koach-Übungen anzeigen“ verschwinden sie aus der Liste und es bleibt nur deine eigene Arbeit übrig. Schaltest du ihn später wieder ein, sind sie alle wieder da — verlieren kannst du dabei nichts.



