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Was macht ein Teammanager im Volleyball? Die Aufgabenliste

Jemand hat gefragt, ob du Teammanager werden willst, und du hast Ja gesagt, bevor du wusstest, was dazugehört. Keine Sorge: es ist überschaubar, sofern du weißt, welche Aufgaben deine sind und welche zum Trainer gehören. Das ist die vollständige Liste, geordnet nach Saisonphase.

Lesezeit: 6 Min.

Die Rolle in einem Satz

Der Teammanager regelt alles rund um das Volleyball, damit der Trainer sich mit Volleyball beschäftigen kann. Das ist die ganze Trennlinie — und sie ist schärfer, als sie aussieht. Alles, was damit zu tun hat, wer spielt, was trainiert und wie gecoacht wird, ist Trainerarbeit. Alles, was damit zu tun hat, wann, wo, mit wem man mitfährt und wer es organisiert, ist Teammanager-Arbeit. Im Zweifel gilt eine einfache Faustregel: wenn du dafür eine sportliche Meinung brauchst, gehört es nicht dir.

Wie viel Zeit es kostet, hängt von Spielklasse und Alter ab. Rechne bei einer Erwachsenenmannschaft mit ungefähr einer Stunde pro Woche, bei einer Jugendmannschaft eher mit zwei — dort kommt die Kommunikation mit den Eltern dazu, und die ist der größte Teil der Arbeit.

Vor der Saison: die Startliste

Wöchentlich: der Rhythmus des Teammanagers

Der Wochenrhythmus ist vorhersehbar, und genau das ist seine Stärke. Anfang der Woche: Verfügbarkeit für das Spiel abfragen und Halle sowie Anpfiffzeit prüfen (Änderungen kommen häufiger vor, als du denkst). Mitte der Woche: Fahrplan verschicken und die Zahl der Absagen an den Trainer weitergeben, damit er seine Aufstellung machen kann. Kurz vor dem Spiel: Erinnerung mit Treffpunkt und Uhrzeit, wer fährt und wer schreibt. Nach dem Spiel: Ergebnis an denjenigen weitergeben, der es im Verein pflegt, und eventuelle Besonderheiten — eine Verletzung, eine gelbe Karte, ein Problem mit der Halle.

Mannschaftskalender mit den Trainings, Spielen und Turnieren der ganzen Saison
Ein Kalender, den alle sehen, inklusive Treffpunktzeit und Halle, erspart dem Teammanager die meisten Einzelfragen.

Der größte Teil dieser Arbeit — Kalender, Verfügbarkeit, Fahrplan, Thekendienst — steht in Koach an einem Ort statt im Kopf und in der Tabelle einer einzigen Person. Das hilft vor allem bei der Übergabe: wer mitten in der Saison aufhört, übergibt dann ein System und keinen Stapel Nachrichten. Wie so eine Übergabe weiter abläuft, steht in eine Mannschaft übergeben, und den Fahrplan selbst behandeln wir in wer fährt zum Auswärtsspiel.

Rund um den Spieltag

Am Tag selbst gibt es vier feste Aufgaben: rechtzeitig in der Halle sein (bei Auswärtsspielen mindestens 45 Minuten vor Anpfiff), den Spielberichtsbogen ausfüllen und danach unterschreiben lassen, den Schreiber und gegebenenfalls den Schiedsrichter organisieren, wenn ihr zu Hause spielt, und dafür sorgen, dass die Kabine so hinterlassen wird, wie sie vorgefunden wurde. Klein, aber wichtig: der Teammanager ist derjenige, der anruft, wenn die Mannschaft im Stau steht, und derjenige, der weiß, wo der Erste-Hilfe-Koffer liegt. Bei Turnieren kommt ein Tag mit Essen, Trinken und Zeitplan dazu; das ist ein eigenes Projekt, siehe ein Volleyballturnier planen.

Was beim Trainer bleibt

Diese Aufgaben gibst du zurück, auch wenn der Trainer sie gern los wäre: die Aufstellung und wer spielt, Gespräche über Spielzeit oder Niveau, die Inhalte der Trainings, Disziplinarfälle und Konflikte zwischen Spielern sowie Bewertungen für die Kaderplanung des nächsten Jahres. Ein Teammanager, der darüber mitredet, wird innerhalb von zwei Monaten zur Adresse für Unzufriedenheit, die nicht zu ihm gehört. Was du sehr wohl darfst: Signale weitergeben. „Drei Eltern haben nach der Spielzeit ihres Kindes gefragt" ist nützliche Information für einen Trainer — die Lösung ist nicht deine Sache.

Am Ende der Saison

Schließe mit vier Dingen ab: Trikots einsammeln und zählen, die Mannschaftskasse abschließen und abrechnen, eine Abschlussaktivität organisieren und — am meisten unterschätzt — deine Notizen übergeben. Wer fährt nie, welche Halle hat eine schwierige Parksituation, welcher Gegner fängt standardmäßig zu spät an? Solches Wissen ist für deinen Nachfolger eine halbe Saison wert und verschwindet sonst vollständig. Geh zum Schluss mit dem Trainer durch, wie es gelaufen ist; die meisten Teammanager-Aufgaben lassen sich erst verbessern, wenn jemand sie ein Jahr lang gemacht hat. Rahmen dafür stehen in eine Volleyballsaison organisieren.

Tipp für neue Teammanager: vereinbare in der ersten Woche eine Sache mit dem Trainer — wer was an die Mannschaft kommuniziert. Neun von zehn Missverständnissen in einer Saison entstehen dadurch, dass eine Nachricht zweimal oder gar nicht verschickt wird.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit kostet die Rolle als Teammanager pro Woche?

Bei einer Erwachsenenmannschaft ungefähr eine Stunde pro Woche, bei einer Jugendmannschaft eher zwei. Der größte Teil steckt in Kommunikation und Fahrplan; mit einem festen Kalender und einem klaren Abmeldekanal sinkt das nach ein paar Wochen deutlich.

Muss ein Teammanager Ahnung von Volleyball haben?

Nein. Die Rolle ist organisatorisch: Kalender, Kommunikation, Fahrten, Formulare und Material. Sportliche Entscheidungen gehören zum Trainer, und genau diese Trennung macht die Rolle für ein Elternteil oder einen Spieler gut machbar.

Kann ein Spieler selbst Teammanager sein?

Bei Erwachsenenmannschaften passiert das oft und funktioniert gut, solange die Aufgaben sich nicht mit sportlichen Entscheidungen vermischen. Teile es notfalls auf zwei Spieler auf: einer für Kalender und Kommunikation, einer für Fahrten und Pflichtdienste.

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