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Wissensdatenbank · Training

Deine eigene Übungsbibliothek aufbauen

Jeder Trainer hat sie: die fünfzehn Übungen, die immer funktionieren. Sie leben nur in deinem Kopf, in einem alten Notizbuch und in drei Screenshots. Eine eigene Bibliothek macht aus losen Ideen Werkzeuge.

Lesezeit: 5 Min.

Warum eine Bibliothek und keine losen Listen

Das Problem mit Übungen aus dem Gedächtnis ist nicht das Vergessen — es ist die Einseitigkeit. Unter Zeitdruck greifst du immer zu denselben fünf, und dein Team trainiert monatelang dieselben Dinge, ohne dass es jemandem auffällt. Eine Bibliothek mit Kategorien zeigt dir auf einen Blick: Wann habe ich eigentlich zuletzt etwas mit Blocken gemacht?

So baust du sie auf

  1. Starte mit deinem Standardrepertoire: Trag deine zehn Favoriten ein — Name, Kategorie, kurze Beschreibung. Ein Abend Arbeit mit dem Übungseditor.
  2. Füge hinzu, sobald du etwas entdeckst: eine gute Übung bei einer Clinic oder einem anderen Team gesehen? Sofort rein, sonst ist sie weg.
  3. Kategorisiere streng: Angriff, Annahme, Aufschlag, Block, Abwehr, Aufwärmen — siehe Kategorisieren.
  4. Miste jede Saison aus: Eine Übung, die du ein Jahr nicht genutzt hast, kann weg — oder verdient in deinem nächsten Programm eine zweite Chance.
Übungsbibliothek in der Koach-App: Suchleiste, Kategoriefilter und Übungen mit Kategorie und Phase
Suchen, nach Kategorie und nach Trainer filtern: Die Bibliothek wächst mit dir mit.

Die Bibliothek als Teameigentum

In Koach gehört die Bibliothek dem Team, nicht einem einzelnen Trainer: Jeder Trainer fügt eigene Übungen hinzu und filtert nach Ersteller — siehe Übungen zwischen Trainern teilen. So baut ihr gemeinsam eine Sammlung auf, die bleibt, wenn jemand geht, und du stellst dein Programm beim Planen in Minuten zusammen.

Beschreibe Übungen für deinen Ersatz: Schreib jede Beschreibung so, als müsste sie morgen ein Vertretungstrainer durchführen. Aufbau, Ablauf, Zählweise — steht das alles da, ist deine Bibliothek wirklich übertragbar.

Häufige Fragen

Wie viele Übungen brauche ich in meiner Bibliothek?

Dreißig bis fünfzig gute Übungen decken eine ganze Saison ab: rund fünf pro Kategorie, die du im Schwierigkeitsgrad variieren kannst. Hunderte zu sammeln ist Horten, keine Vorbereitung.

Kann ich Übungen einfach aus dem Internet übernehmen?

Als Inspiration absolut — aber schreib sie für deine Gruppe um: Spielerzahl, Niveau, Material. Genau die Übersetzung in deinen eigenen Kontext macht eine Übung wirksam.

Was macht eine gute Übungsbeschreibung aus?

Vier Zeilen: Ziel, Aufbau, Ablauf und Zählweise/Rotationsmoment. Plus die Falle, die dir letztes Mal aufgefallen ist. Mehr Text liest am Spielfeldrand niemand.

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