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Positionsnummern 1 bis 6 im Volleyball: wer steht wo?

„Du beginnst auf Position 4.“ Für erfahrene Spieler völlig klar, für jeden Neuling ein Rätsel. Die sechs Positionsnummern sind die gemeinsame Sprache des Volleyballs: jede Aufstellung, jede Rotation und jeder Aufstellungsfehler wird in ihnen ausgedrückt. Dieser Artikel erklärt die Nummerierung ein für alle Mal richtig.

Lesezeit: 5 Min.

Die Nummerierung: Start hinten rechts, gegen den Uhrzeigersinn

Die sechs Feldpositionen sind von 1 bis 6 nummeriert, und die Logik funktioniert so: Position 1 ist hinten rechts — der Platz des Aufschlägers — und von dort läuft die Nummerierung gegen den Uhrzeigersinn durch das Feld:

Die Positionen 2, 3 und 4 bilden zusammen die Vorderspieler, die am Netz angreifen und blocken dürfen. Die Positionen 1, 5 und 6 sind die Hinterspieler — für sie gelten eigene Regeln, die du in darf ein Hinterspieler angreifen? nachliest.

Warum gegen den Uhrzeigersinn? Wegen der Rotation

Die Nummerierung wirkt willkürlich, folgt aber der Rotationsrichtung. Erobert dein Team das Aufschlagrecht, rotieren alle eine Position im Uhrzeigersinn: der Spieler auf Position 2 geht auf die 1 und darf aufschlagen, die 3 geht auf die 2, die 4 auf die 3 und so weiter. Die Positionsnummern selbst stehen fest auf dem Feld; die Spieler wandern an ihnen entlang. So ist der Spieler, der „auf der 1 steht“, immer der nächste Aufschläger, und wer auf der 4 steht, ist immer der aktuelle Angreifer vorne links. Die ganze Geschichte über dieses Weiterdrehen steht in der Rotationsreihenfolge.

Aufstellungskarte in der Koach-App mit den sechs Spielern auf ihren Positionsnummern im Feld
Die Aufstellungskarte folgt der festen Nummerierung: Position 1 hinten rechts, und gegen den Uhrzeigersinn bis zur 6.

Positionsnummer ist nicht dasselbe wie Rolle

Eine häufige Verwechslung: die Positionsnummer sagt, wo du jetzt stehst, nicht, was du bist. Ein Zuspieler durchläuft in der Rotation alle sechs Positionen; auf Position 1 ist er immer noch Zuspieler. Die festen Rollen — Zuspieler, Außenangreifer, Mittelblocker, Diagonalangreifer, Libero — findest du in alle Volleyballpositionen erklärt. Im Hallenjargon werden Rollennamen und Nummern durchaus vermischt („er spielt Diagonal, Position 2“), weil Rollen im Angriffsspiel oft an eine Netzposition gekoppelt sind: der Außenangreifer greift meist von der 4 an, der Diagonalangreifer von der 2, der Mittelblocker über die 3. Sei da als Trainer gegenüber neuen Spielern präzise: erst die Nummern als Orte auf dem Feld beibringen, danach erst die Rollen — wer beides gleichzeitig erklärt bekommt, wirft es garantiert durcheinander.

Die Aufstellungsregel: was Pflicht ist und was erlaubt

Die Positionsnummern sind keine Dekoration: in dem Moment, in dem der Aufschläger den Ball schlägt, muss jedes Team in der richtigen Reihenfolge zueinander stehen. Die Regel: jeder Hinterspieler steht weiter vom Netz entfernt als sein korrespondierender Vorderspieler (1 hinter 2, 6 hinter 3, 5 hinter 4), und innerhalb jeder Reihe stimmt die Reihenfolge von rechts nach links (2-3-4 vorne, 1-6-5 hinten). Wichtig: es geht um die Positionen zueinander, nicht um feste Felder — Spieler dürfen dicht aneinanderrücken, solange die Reihenfolge stimmt. Direkt nach dem Aufschlag darf sich jeder frei auf seine Aufgabenposition bewegen. Stehst du im Aufschlagmoment falsch, ist das ein Aufstellungsfehler und direkt ein Punkt für den Gegner.

Warum Coaches in Nummern denken

Aufschlagtaktik („schlag auf die 5 auf“), Angriffsrichtungen („schlag die Linie an der 1 entlang“), Aufstellungen („der Zuspieler startet auf der 1“): das Nummernsystem macht Kommunikation exakt. Auch beim Erstellen deiner Aufstellung denkst du in Startpositionen: wo du deinen Zuspieler beginnen lässt, bestimmt, in welchen Rotationen du zwei oder drei Angreifer vorne hast — siehe den Zuspieler positionieren.

Clever verschieben innerhalb der Regeln: das „Stacken“

Weil nur die Reihenfolge zueinander zählt, rücken Teams im Aufschlagmoment bewusst zusammen. Ein Zuspieler, der auf Position 1 steht, aber nach dem Aufschlag sofort nach vorne rechts will, stellt sich schon dicht hinter den Spieler auf Position 2 — regelkonform völlig in Ordnung, solange er nur knapp weiter vom Netz entfernt steht als sein Vorderspieler und rechts vom Spieler auf der 6 bleibt. Sobald der Aufschläger den Ball trifft, sprintet jeder auf seinen Aufgabenplatz. Dieses „Stacken“ siehst du in jedem Spiel auf Niveau — und genau dort entstehen auch Aufstellungsfehler: ein Spieler, der zu früh hinüberwechselt oder knapp auf der falschen Seite seines Nachbarn steht, kostet einen Punkt. Geh deine Aufstellungen deshalb vorab Rotation für Rotation durch; wer seine sechs Startpositionen einmal durchdacht hat, muss im Spiel nur noch weiterdrehen.

Eselsbrücke für neue Spieler: beginne hinten rechts beim Aufschläger und zähle gegen den Uhrzeigersinn — genau die Richtung, in die du selbst níchts rotierst. Rotiert wird im Uhrzeigersinn, von der 2 auf die 1, Richtung Aufschlagrecht.

Häufige Fragen

Wo ist Position 1 im Volleyball?

Hinten rechts, von der eigenen Feldhälfte aus Richtung Netz gesehen. Es ist die Position des Aufschlägers: wer auf Position 1 weiterrotiert, hat den nächsten Aufschlag seines Teams.

Muss jeder Spieler in seinem eigenen Feldbereich bleiben?

Nein, es gibt keine festen Bereiche. Nur im Moment des Aufschlags muss die Reihenfolge zueinander stimmen: Hinterspieler weiter vom Netz entfernt als ihr Vorderspieler, und die Reihenfolge links-Mitte-rechts intakt. Direkt danach darf sich jeder frei bewegen.

Was bedeutet „er greift von Position 2 an“?

Dass der Angriff von der vorderen rechten Seite des Feldes kommt, der üblichen Ecke des Diagonalangreifers. Positionsnummern werden oft als Ortsangabe für Angriffe genutzt: 4 ist links, 3 Mitte, 2 rechts.

Warum steht der Aufschläger immer auf Position 1?

Weil die Rotationsregel das erzwingt: das Team, das das Aufschlagrecht erobert, dreht einen Platz im Uhrzeigersinn weiter, wodurch der Spieler von Position 2 auf Position 1 kommt und aufschlägt. So kommt jeder alle sechs Rotationen an die Reihe.

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