Über den Zweiten an der Seitenlinie: wie er dazukommt, was er darf und was passiert, wenn ihr am Dienstagabend beide gleichzeitig etwas eintragt.
Kaum ein Team wird von einer einzigen Person betreut. Es gibt einen Trainer und einen Coach, oder einen Trainer mit einem Assistenten, und zusammen halten sie den Laden am Laufen — jeder zur Hälfte. Einen zweiten Trainer hinzufügen dauert in Koach etwa zehn Sekunden. Die schwierigere Frage kommt gleich danach: Wer macht was, und wessen Liste gilt?
Dennis Boekhout betreut selbst eine Jugendmannschaft, mit jemandem an seiner Seite. Er erzählt, wie ein Kollege dazukommt, warum zwischen zwei Trainern keine Rechteebene liegt und welchen Teil die App bewusst nicht für dich löst.
„Nein, und fast niemand steht da allein. Bei meinem Team sind wir zu zweit. Ich mache den Dienstag, er steht samstags neben mir. In der Halle klappt das bestens. Schiefgelaufen ist es bei dem, was wir beide aufgeschrieben haben.
„Wir hatten beide unsere eigene Liste. Das ist genau eine Liste zu viel. Er hatte seine Notizen im Handy, ich meine in der App. Keine von beiden war falsch. Zusammen waren sie nur nirgends vollständig.“
„Nichts Spektakuläres, und genau das ist die Falle. Es hat nie geknallt, es ist nur versickert. Samstags habe ich die Aufstellung nach dem gebaut, was ich vom Dienstag wusste, und seine Bemerkung zum Angriff eines Spielers stand nirgends: nicht in meinem Kopf und nicht in meiner App.
„Eine Woche später hatten wir mit demselben Spieler dasselbe Gespräch noch einmal, weil keiner von uns beiden noch wusste, ob es schon geführt worden war. Das ist kein Streit. Das ist einfach ein vergeudeter Dienstag.“
„In den Einstellungen des Teams gibt es eine Überschrift Trainer, mit deinem eigenen Namen darüber und einem Plus darunter. Von da an hast du zwei Wege. Entweder du wählst jemanden, der schon ein Koach-Konto hat — der steht sofort mit drin. Oder du schickst einen Link.
„Der Link ist der bequeme Weg. Wer ihn öffnet, wird Trainer dieses Teams, auch ganz ohne Koach-Konto; das legt er unterwegs an. Du schickst ihn ihm und fertig. So läuft es an einem Sonntagabend nun mal wirklich.“
„Dann gibt es noch den Vereinscode. Das ist eine kurze Zeichenfolge, die du einem Trainerkollegen gibst, damit er in deinem Verein landet und nicht in einem, der zufällig genauso heißt. Das betrifft den Verein, nicht das Team.
„Der Unterschied ist wichtig. Der Vereinscode setzt ihn ins richtige Haus, die Einladung setzt ihn ins richtige Zimmer. Für ein Team mit zwei Trainern brauchst du nur das Zweite.“
„Alles, was du mit dem Team machst. Aufstellungen bauen, Trainings planen, Spiele anlegen, live mitschreiben, Statistiken ansehen, Notizen zu einem Spieler schreiben. Er sieht denselben Bildschirm wie du.
„Zwischen zwei Trainern liegt bewusst keine Rechteebene. Wer das Team trainiert, sieht das Team. Punkt.“
„Darüber habe ich nachgedacht und es bewusst weggelassen. Eine Rechtematrix zwischen zwei Leuten, die dienstags zusammen in derselben Halle stehen, ist eine Lösung für ein Organigramm, nicht für ein Team. Wenn du dem anderen nicht traust, löst ein Häkchen das auch nicht.
„Eines ist allerdings dem Eigentümer vorbehalten: die Personenliste selbst. Einen Trainer hinzufügen oder entfernen, ein Spielerkonto trennen, den Teamnamen ändern — das kann nur, wem das Team gehört. In dem Block steht unter seinem Namen wörtlich ‚Eigentümer‘, damit du nie raten musst, wer das ist.“
„Bei Coach darfst du einen dazunehmen, zwei insgesamt. Damit sind die allermeisten Teams abgedeckt: ein Trainer und ein Coach. Willst du mehr, oder betreust du mehrere Mannschaften nebeneinander, dann ist das Club, und da ist es unbegrenzt.
„Das steht schlicht in deinen Einstellungen, bei deinem Abo. Und wenn du an die Grenze stößt, sagt die App das mit klaren Worten, statt dass das Plus einfach nicht mehr reagiert. Nichts ist ärgerlicher als eine Taste, die schweigt.“
„Koach ist kein Dokument, in das ihr zu zweit hineintippt. Da steht kein Cursor deines Kollegen im Bild. Was die App aber macht: Sie speichert pro Baustein. Ein Training wird als dieses Training weggeschrieben, ein Spiel als dieses Spiel, eine Notiz als diese Notiz.
„Hakt er also die Anwesenheit ab, während ich das Programm für denselben Abend baue, bleibt beides stehen. Schieben wir im selben Moment Blöcke im selben Training herum, gewinnt, wer zuletzt speichert. So ist es nun mal, und es ist besser, du weißt das, als dass du es irgendwann entdeckst.“
„Nein. Es gibt keinen Punkt, der sagt ‚er tippt gerade‘. Deine App holt sich das Geänderte, sobald du sie wieder aufklappst, und es gibt eine Taste Aktualisieren, falls du nicht warten magst.
„Das war eine Entscheidung. Die App muss in einer Halle ohne Empfang funktionieren, und das ist die Hälfte der Hallen hierzulande. Etwas zu bauen, das auf zwei ständig miteinander redenden Handys beruht, ist genau das, was dort umkippt.“
„Drei Dinge, und zusammen dauern sie eine Minute. Erstens: Wem gehört die Aufstellung. Nicht beide ein bisschen — einer von euch baut sie, der andere sagt etwas dazu. Zweitens: Wer hakt die Anwesenheit ab. Das ist der Dienstagsmensch, immer derselbe.
„Drittens, und das ist das Wichtigste: Schreib es in die App und nicht in dein eigenes Handy. Die App kann eine Liste für euch festhalten. Zwingen kann sie euch nicht, sie zu benutzen. Dieser Teil bleibt Menschenarbeit.“
„Macht den ersten Abend zusammen, das Handy auf dem Tisch. Zehn Minuten. Geht die Einstellungen durch, tragt euch gegenseitig ein und sagt laut, wer der Eigentümer ist — das ist nämlich derjenige, der Leute dazunehmen und wieder herausnehmen kann. Das willst du nicht in der Woche herausfinden, in der genau der im Urlaub ist. [lacht]“
Koach kannst du kostenlos ausprobieren. Leg dein Team an, lade deinen Co-Trainer mit einem Link ein und arbeite ab dem nächsten Dienstag aus einer Liste statt aus zweien.
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