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Ein Spieler zu wenig: jemanden aus einem anderen Team mitspielen lassen

Es ist Dienstagabend, Viertel nach sieben, und ihr steht zu siebt in der Halle. Jemand schreibt, dass eine Spielerin aus einem anderen Team des Vereins Lust hätte dazuzukommen. Prima — aber wie trägst du das in deiner App ein, ohne dass sie den Rest der Saison zwischen deinen eigenen Spielern steht und deine Anwesenheitszahlen verzerrt?

Lesezeit: 7 Min.

Gastspieler oder Mittrainierender: entscheide zuerst

Bevor du irgendetwas antippst, eine Frage: Kommt diese Person einmal, oder kommt sie öfter?

Kommt sie jede Woche, willst du keinen Gastspieler, sondern einen Mittrainierenden. Den trägst du einmal in dein Team ein, er steht ab dem Moment ganz normal in deiner Anwesenheitsliste, du kannst ihn nach dem Training bewerten und er bleibt stehen, bis du ihn entfernst. Wie du das einstellst, steht in Mittrainierende: im Training dabei, nicht im Kader.

Bleibt es bei diesem einen Abend, ist der Gastspieler das, was du suchst. Der hängt an einem Training, einem Spiel oder einem Turnier und an nichts sonst. Nächste Woche ist er von allein weg und du musst nichts aufräumen.

Wählst du falsch, merkst du das erst spät. Die feste Aushilfe, die du jede Woche neu als Gastspieler einträgst, steht am Ende der Saison in keiner einzigen Liste — obwohl sie zwanzigmal dabei war und du ihr gerade hättest zeigen wollen, was sie aufgebaut hat. Umgekehrt hängt ein echter einmaliger Gast, als Mittrainierender angelegt, monatelang in deinem Team, weil nie wieder jemand hinschaut.

Im eigenen Verein suchen

Öffne das Training, das Spiel oder das Turnier, um das es geht. Dort steht ein Block Gastspieler mit der Schaltfläche Gastspieler hinzufügen. Die öffnet ein Suchfeld: Im Verein nach Namen suchen.

Tipp zwei Buchstaben ein und die App sucht vereinsweit — also nicht in deinem eigenen Kader, sondern in allen Teams, die an deinem Verein hängen. Bei einem einzigen Buchstaben bekämst du bei den meisten Vereinen die halbe Mitgliederliste zurück, und das ist kein Suchergebnis mehr, sondern ein Mitgliederexport. Passen zu deinem Suchbegriff mehr Treffer, als in eine kurze Liste passen, sagt die App, wie viele noch dazu passen, und bittet um ein paar Buchstaben mehr. So weißt du sicher, dass eine kurze Liste auch wirklich kurz ist und nicht abgeschnitten.

Pro Treffer siehst du drei Dinge: den Namen, das Team, in dem er spielt, und seine Rückennummer. Mehr nicht. Keine E-Mail-Adresse, keine Telefonnummer, kein Geburtsdatum, keine Eltern. Das ist kein Versehen, sondern der Kern des Entwurfs, und genau der Grund, warum diese Suche jedem Trainer im Verein offensteht und nicht nur jemandem mit einem Vorstandsamt. Du planst dein eigenes Training; dir genügen ein Name und ein Team, um zu wissen, wer nachher in der Halle steht. Wer wirklich Kontaktdaten braucht, gehört in die Mitgliederübersicht des Vereins — das ist eine andere Tür mit einem anderen Schloss, und die geht nur für Vereinsverwalter auf.

Tippe auf die Zeile und der Name steht dabei. Fügst du denselben Vereinskollegen versehentlich ein zweites Mal hinzu, weigert sich die App und sagt, dass er schon auf der Liste steht.

Keine Schaltfläche oder keine Ergebnisse? Die Vereinssuche funktioniert nur, wenn dein Team einen Vereinsnamen hat. Den trägst du beim Team selbst ein, wenn nötig mit deinem Ortsnamen dahinter oder mit dem Vereinscode deines Vereins — siehe dein Team mit dem richtigen Verein verbinden. Ohne Vereinsnamen gibt es schlicht nichts, woraus gewählt werden könnte.

An ein Training, ein Spiel oder ein Turnier

Der Block funktioniert an drei Stellen gleich: beim Training, beim Spiel und beim Turnier. Was du an der einen Stelle einträgst, erscheint nicht an der anderen. Ein Turnier hat also seine eigene kleine Liste, und jedes einzelne Spiel innerhalb dieses Turniers ebenfalls. Daran muss man sich kurz gewöhnen, aber genau deshalb ist ein Gastspieler so leicht. Er ist eine Notiz bei einem einzelnen Termin, keine Zeile in deiner Mitgliederliste, und deshalb gibt es auch nie etwas, das später versehentlich mitrechnet.

Entfernt wird mit dem Kreuz hinter seinem Namen. Die App fragt, ob du ihn wirklich entfernen willst, und danach ist es, als hätte er nie dagestanden. Fiel der Abend aus oder kam er doch nicht, sind das also zwei Tipps Arbeit und sonst nichts: Es gibt keine Anwesenheit zurückzudrehen und keine Zahl zu korrigieren.

Die Spielerliste in der Koach-App mit Rückennummer, Position und Status pro Spieler
Die Spielerliste ist dein Kader. Ein einmaliger Gastspieler steht hier bewusst nicht drin.

Nicht im Verein? Tipp ihn selbst ein

Unter den Suchergebnissen steht Nicht dabei? Namen selbst eingeben. Du tippst einen Namen ein, danach eine Rückennummer, fertig. Nimm das für alle, die nicht zu deinem Verein gehören: einen Spieler des Gegners, der an einem Turniertag bei dir mitmacht, weil seine eigene Mannschaft zu viele Spieler hat, eine ehemalige Spielerin, die einmal mitmacht, jemanden aus einem anderen Verein, der bei dir mittrainiert, weil er in der Nähe wohnt.

Für die App macht es danach keinen Unterschied mehr, wie er hineingekommen ist. Ein von Hand eingetippter Gastspieler verhält sich genau wie ein gefundener Vereinskollege: Er steht im Block, du kannst ihn entfernen und er zählt nirgends mit. Der einzige Unterschied ist, dass bei einem Vereinskollegen auch sein eigenes Team dabeisteht, damit du später noch weißt, aus welcher Ecke er kam.

Nur du siehst ihn stehen

Der Gastspielerblock ist für den Trainer und den Coach da. Spieler und Eltern sehen ihn nicht — in ihrer App ändert sich nichts an der Anwesenheitsliste dieses Abends, und bei ihnen taucht kein zusätzlicher Name zwischen den Teamkollegen auf.

Das ist Absicht. Die Anwesenheitsliste gehört dem Team; wer sonst noch mitmacht, ist eine Entscheidung des Trainers und nichts, wozu sich die Gruppe eine Meinung bilden muss. Willst du, dass alle wissen, dass jemand mitmacht, sagst du das einfach in der Halle oder in einer Mitteilung ans Team. Außerdem spart es Ärger mit dem Datenschutz: Ein Name aus einem anderen Team landet nicht ungefragt auf dem Handy des ganzen Teams.

Er zählt nirgends mit — und das ist so gewollt

Ein Gastspieler erscheint nicht in der Anwesenheitsliste, nicht im Zähler über dieser Liste, nicht im Anwesenheitsprozentsatz und nicht in den Statistiken. Er steht in seinem eigenen Kästchen, und sonst nirgends.

Das ist keine halbe Arbeit, sondern eine Entscheidung, und du siehst sofort warum, wenn du es umdrehst. Nimm an, er zählte doch mit. Deine Saison hat vierundzwanzig Trainings und er war einmal dabei: In deiner Anwesenheitsübersicht stünde er dann bei einem von vierundzwanzig. Das ist genau die Zahl, mit der du sonst jemanden aufspürst, der abzuspringen droht — nur stimmt sie hier nicht, denn er ist gar nicht abgesprungen, er gehört einfach nicht dazu. Und jeder Teamdurchschnitt, in den er einfließt, wird von so einer Zeile nach unten gezogen.

Bei Spielen gilt dasselbe. Die An- und Abmeldeliste für ein Spiel sagt dir eine Sache: mit wie vielen eigenen Spielern du am Spieltag dastehst. Sobald eine Aushilfe aus einem anderen Team diese Zahl erhöhen darf, weißt du das nicht mehr, und genau dann triffst du die falsche Entscheidung darüber, ob du absagst oder nicht.

Und zum Schluss die Statistiken. Jemand, der einen Satz mitspielt, tauchte mit vier Punkten in deiner Saisonliste auf, zwischen Spielern, die bei dreißig Spielen dabei waren. Das vergleicht nichts, das verschmutzt nur.

Auf dem Feld beim Live-Mitzählen

Mitspielen darf er natürlich sehr wohl. Zählst du live mit, steht auf dem Startbildschirm des Spiels ein Block Aushilfen / Gäste mit einer Schaltfläche, um jemanden hinzuzufügen: dieselbe Vereinssuche, dieselbe Möglichkeit, einen Namen selbst einzutippen. Setzt du ihn dort ein, kannst du ihn in deine Aufstellung stellen, ihn ein- und auswechseln und seine Punkte antippen, als gehörte er zum Team. In der Liste der Ersatzspieler steht er mit einem eigenen Etikett, damit du ihn von deiner eigenen Bank unterscheiden kannst.

Der Spielstand stimmt also ganz normal: Jeder Punkt, den er macht, zählt für den Satz, und der Spielverlauf ist vollständig. Was nicht passiert, ist, dass er danach in deinen Spielerstatistiken auftaucht. In der Übersicht mit den Punkten pro Spieler nach dem Spiel kommt er nicht vor, und seine Punkte werden auch nicht stillschweigend einem Teamkollegen zugerechnet. Sie gehören zu diesem einen Spiel und sonst nirgendwohin — genau das, was du willst, denn sonst würde ein einziger Turniertag mit zwei Aushilfen dein ganzes Saisonbild verschieben.

Eines regelt die App nicht: ob er in einem Spiel überhaupt mitspielen darf. Ein Gastspieler in Koach ist eine Notiz für dich, keine Meldung beim Spielbetrieb. Was dafür gilt, steht in Volleyball: darf ein Spieler in zwei Mannschaften spielen?. Beim Training spielt das keine Rolle und du kannst ruhig jemanden dazunehmen; beim Spiel klärst du es zuerst, und das Eintragen in der App ist erst der letzte Schritt.

Häufige Fragen

Merkt der Trainer des anderen Teams, dass ich seinen Spieler hinzufüge?

Nein. Ein Gastspieler ist eine Notiz bei deinem eigenen Training, Spiel oder Turnier; im anderen Team ändert sich nichts und es geht keine Nachricht an den Trainer dort. Die Absprache mit diesem Trainer führst du also selbst, einfach kurz anrufen oder schreiben. Bei einem Spiel ist das ohnehin klug, denn ob jemand aushelfen darf, ist eine Frage des Spielbetriebs und nicht der App.

Kostet mich ein Gastspieler einen Platz in meinem Abo?

Nein. Ein Gastspieler ist kein Spieler in deinem Kader und kein Konto, sondern ein Name, der an einem einzelnen Termin hängt. Er zählt deshalb nicht bei der Anzahl der Spieler oder Trainer in deinem Paket mit, und es kommt keine zusätzliche Rechnung dazu. Erst wenn du jemanden wirklich in dein Team aufnimmst, zählt er mit.

Bekommt der Gastspieler selbst eine Einladung oder eine Benachrichtigung?

Nein. Der Block mit den Gastspielern ist nur für den Trainer und den Coach sichtbar; die Person selbst bekommt keine Nachricht und sieht in ihrer eigenen App keine Veränderung. Sie braucht auch kein Konto. Willst du, dass sie weiß, wann sie erwartet wird, sagst du ihr das also selbst.

Was, wenn jemand, den ich als Gastspieler eingetragen habe, doch öfter kommt?

Dann trägst du ihn nachträglich als Mittrainierenden in dein Team ein. Die einzelnen Notizen der Abende davor bleiben, wie sie sind, und zählen nicht rückwirkend bei der Anwesenheit oder den Statistiken mit. Willst du diese früheren Male nicht mehr sehen, nimmst du sie mit dem Kreuz weg; nötig ist das nicht.

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