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Ratgeber · Spielregeln

Warum trägt ein Volleyballspieler ein anderes Trikot? Der Libero

Die kurze Antwort

Das andere Trikot im Volleyball gehört zum Libero, einem Abwehrspezialisten, der nur in der hinteren Reihe spielt. Warum? Die Regeln schreiben eine andere Farbe vor, damit die Schiedsrichter ihn sofort erkennen: Er wechselt unbegrenzt ein und aus und darf nicht aufschlagen, nicht blocken und nicht über der Netzkante angreifen.

Warum trägt ein Volleyballspieler ein anderes Trikot als der Rest des Teams? Wer zum ersten Mal ein Spiel schaut, fragt sich das fast immer. Die kurze Antwort: Das ist der Libero. Hier liest du, warum er anders gekleidet ist, was er macht und was er nicht darf, nach den Regeln der FIVB.

Lesezeit: 6 Min.

Der Spieler im anderen Trikot ist der Libero

Libero ist Italienisch für frei. Der Libero ist ein Abwehrspezialist: Er darf jeden Spieler der hinteren Reihe ersetzen, so oft sein Team will, und diese Austausche zählen nicht als normale Wechsel (Regel 19.3.1.1 und 19.3.2.1). Er ist da, um den Aufschlag anzunehmen und harte Angriffe abzuwehren, und berührt dadurch oft mehr Bälle als jeder andere auf dem Feld. Ein Team darf bis zu zwei Liberos auf den Spielberichtsbogen schreiben, von denen immer nur einer auf dem Feld steht (Regel 19.1). Die FIVB hat den Libero Ende der neunziger Jahre eingeführt. In der Einleitung der Regeln nennt die FIVB ihn einen der Schritte, mit denen das Spiel an ein modernes Publikum angepasst wurde.

Ein Team muss keinen Libero haben: Die Regeln geben ein Recht, keine Pflicht. Was sich ändert, wenn du ohne spielst, steht in ist ein Libero Pflicht.

Warum der Libero eine andere Farbe trägt

Die Regeln sind eindeutig. Alle Spieler eines Teams tragen die gleiche Spielkleidung, außer dem Libero (Regel 4.3). Der Libero trägt eine Spielkleidung mit einer anderen Grundfarbe als jede Farbe der übrigen Mannschaft, und sie muss sich deutlich davon abheben (Regel 19.2). Der Grund steht nicht wörtlich in der Regel, ergibt sich aber aus dem, was der Libero darf und was nicht. Seine Regeln weichen so stark ab, dass die Schiedsrichter ihn auf einen Blick erkennen müssen:

Mit einem abweichenden Trikot sehen der zweite Schiedsrichter und der Schreiber sofort, ob eine dieser Regeln verletzt wird. Für das Publikum ist es ein praktischer Nebeneffekt: Du weißt sofort, wer der Abwehrspieler ist. Alle Wechsel- und Spielregeln des Liberos stehen in der Libero: Regeln und Rolle.

Welche Farbe und welche Nummer bekommt der Libero?

Das sind die Regeln der FIVB. Verbände und Ligen können für untere Klassen und die Jugend eigene Regelungen haben, zum Beispiel ein Leibchen statt eines vollständigen Trikots. Was sonst für Spielkleidung, Nummern und Kleidung gilt, steht in Volleyballkleidung und Kleidungsregeln.

Zwei Spieler in einem anderen Trikot?

Siehst du zwei Spieler in einem abweichenden Trikot, hat das Team zwei Liberos. Es steht immer nur einer auf dem Feld; der zweite kann den ersten ersetzen, und auch das zählt nicht als normaler Wechsel (Regel 19.3.2.1 und 19.3.2.2). In den Welt- und offiziellen Wettbewerben der FIVB für Erwachsene sind zwei Liberos Pflicht, wenn ein Team mehr als zwölf Spieler auf den Spielberichtsbogen schreibt (Regel 19.1). Viele Teams haben zwei, um die Aufgaben zu verteilen, zum Beispiel einen für die Annahme und einen für die Abwehr.

Schau bei deinem ersten Spiel auf den Libero und die Mittelblocker. Rotiert ein Mittelblocker nach hinten, geht er meist an die Seite, und der Libero kommt herein. Rotiert diese Position wieder nach vorne, tauschen sie zurück. Wer das ein paar Rotationen lang verfolgt, versteht in einem Satz, wie das System funktioniert.

Missverständnisse auf der Tribüne

Im Beachvolleyball gibt es den Libero nicht: Dort spielen zwei Spieler ohne Wechsel. Auch bei kleinen Kindern und in vielen Freizeitteams wird ohne Libero gespielt. Der vollständige Text steht in den Official Volleyball Rules 2025-2028 der FIVB, und einen Überblick über alle Spielregeln findest du in Volleyballregeln im Überblick.

Der Libero in deinem eigenen Team

Trainierst du selbst ein Team, bestimmst du in Koach beim Vorbereiten eines Spiels unter Rollen deinen Libero, bis zu zwei pro Spiel, und auch deinen Kapitän. Im Live-Bildschirm tauscht die App den Libero dann für dich: Mit Libero automatisch wechseln, das standardmäßig eingeschaltet ist, kommt er für einen Mittelblocker herein, der hinten steht, und geht wieder hinaus, sobald diese Position in die vordere Reihe rotiert oder dein Team auf dieser Position aufschlagen muss. Liberoaustausche zählen nicht im Wechselzähler, genau wie in den Regeln.

Der Bildschirm Spiel vorbereiten in Koach mit dem Block Rollen: Zuspieler, Mittelblocker, Libero und Kapitän, darunter Erfassung
Beim Vorbereiten eines Spiels bestimmst du unter Rollen den Libero und den Kapitän.

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Häufige Fragen

Warum hat der Libero ein anderes Trikot an?

Weil die Regeln es vorschreiben: Der Libero trägt eine Spielkleidung mit einer anderen Grundfarbe als der Rest des Teams. So sehen die Schiedsrichter sofort, wer der Libero ist. Das ist nötig, denn er wechselt unbegrenzt ein und aus, spielt nur hinten und darf nicht aufschlagen, nicht blocken und nicht angreifen, wenn der Ball vollständig oberhalb der Netzkante ist.

Warum tragen manchmal zwei Volleyballer ein anderes Trikot?

Dann hat das Team zwei Liberos. Ein Team darf zwei auf den Spielberichtsbogen schreiben, aber es steht immer nur einer auf dem Feld. In den offiziellen Wettbewerben der FIVB für Erwachsene sind zwei Liberos Pflicht, wenn ein Team mehr als zwölf Spieler meldet. Zwei Liberos dürfen jeweils eine eigene Farbe haben.

Darf der Libero Kapitän sein?

Ja, nach den aktuellen FIVB-Regeln darf der Libero sowohl Mannschaftskapitän als auch Spielkapitän sein. Den Kapitän erkennst du an einem Streifen unter der Nummer auf der Brust; ist der Libero Kapitän, steht dieser Streifen auf seinem Liberotrikot. Weil der Libero oft vom Feld muss, bestimmen viele Teams aber einen festen Vertreter für die Momente, in denen er draußen steht.

Hat jedes Volleyballteam einen Libero?

Nein. Ein Libero ist ein Recht, keine Pflicht: Ein Team darf einen oder zwei bestimmen, darf aber auch ohne spielen. Nur in den offiziellen FIVB-Wettbewerben für Erwachsene sind zwei Liberos Pflicht, wenn ein Team mehr als zwölf Spieler meldet. Im Beachvolleyball gibt es den Libero nicht, und bei Kindern und Freizeitspielern wird oft ohne Libero gespielt.

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