Über den Preis von Koach: warum es keine Werbeversion gibt, was die Abrechnung pro Team bedeutet und wann ein Trainer besser gar nichts ausgibt.
Es ist die Frage, die sich jeder Trainer stellt, bevor er irgendetwas installiert: Was kostet eine Team-App eigentlich, und warum ist das Ding nicht einfach gratis? Die meisten Apps auf dem Handy kosten nichts, und die meisten Trainer machen ihre Arbeit unbezahlt neben dem Beruf. Trotzdem steht bei Koach ein Preis, und der ist bewusst nicht null.
Dennis Boekhout, der die App selbst gebaut hat, erklärt, wohin das Geld geht, warum er pro Team abrechnet statt pro Spieler und welcher Mannschaft er abraten würde.
„Weil es gratis nicht gibt. Das klingt billig, aber so läuft es nun mal. Wenn du nichts zahlst, zahlt jemand anderes, und der will etwas dafür. Meistens deine Aufmerksamkeit oder deine Daten. Ich wollte keine Gratis-App, bei der dein Team das Produkt ist.“
„In Koach steckt kein Werbecode und kein Analysecode. Ich verkaufe keine Daten weiter. Das ist kein hübscher Satz für einen Flyer, das ist eine technische Entscheidung — und die kannst du nur treffen, wenn die Rechnung woanders herkommt. Bei mir kommt sie aus dem Abo.“
„Technisch schon. Aber stell dir den Moment vor, in dem du die App aufmachst. Du stehst an der Seitenlinie, zwanzig Sekunden bis zum Aufschlag, und willst wissen, wen du noch einwechseln kannst. Da ist ein Banner keine Kleinigkeit, da ist er eine Blockade.“
„Also habe ich den ganzen Bildschirm dem Team gegeben. Du öffnest den Startbildschirm und siehst dein Teamziel, die Mitteilungen, die du verschickt hast, und die Anwesenheit deiner Spieler. Kein Quadratzentimeter ist vermietet. Genau das kaufst du für ein paar Euro.“
„Mehr, als die Leute denken, und weniger, als sie befürchten. [lacht] Es laufen Server. Es liegt Speicher bereit für jedes Spiel, das du je erfasst hast, und das bewahre ich jahrelang auf. Es gibt zwei Entwicklerkonten, bei Apple und bei Google, die jedes Jahr verlängert werden müssen. Und die Stores behalten einen Teil von jedem Euro ein.“
„Dazu der Teil, den niemand sieht: Ich beantworte die Supportmails selbst, ich behebe die Fehler selbst, ich baue die neuen Funktionen selbst. Ein Entwickler, viele Abende. Deshalb ist es kein einmaliger Betrag, sondern ein Abo — die Kosten kommen nämlich auch jeden Monat wieder.“
„Coach kostet 2,99 € im Monat. Das ist ein Team mit zwei Trainern, und damit hast du alles: Aufstellungen und Rotationen, Live-Scoring, Trainings und Anwesenheit, die Statistik pro Spieler, die Übungsbibliothek. Nimmst du ein Jahr, sind es 29,88 € — das sind 2,49 € im Monat.“
„Für einen Verein gibt es Club, 9,99 € im Monat, mit unbegrenzt vielen Teams und Trainern. Mehr Varianten gibt es nicht. Ich kann Preislisten nicht ausstehen, für die man sich einen Nachmittag hinsetzen muss.“
„Weil eine Abrechnung pro Spieler dich für etwas Gutes bestraft. Dann hast du einen Kader von vierzehn und überlegst beim fünfzehnten kurz. Genau dieser Gedanke hat im Kopf eines Trainers nichts zu suchen.“
„Also zahlen Spieler und Eltern nichts. Null. Sie bekommen ein eigenes Konto, sehen ihre eigenen Zahlen, melden sich zum Training an oder ab, und dich kostet das keinen Cent extra. Ob elf oder zwanzig: derselbe Preis.“
„Beides kommt vor, und beides finde ich in Ordnung. Ein Trainer, der es aus eigener Tasche zahlt — das ist etwa ein Kaffee im Monat, da erzähle ich niemandem, das sei zu viel. Aber ehrlich ist ehrlich: Das ist Vereinsarbeit.“
„Du führst die Anwesenheit, du organisierst die Fahrten zum Auswärtsspiel, du stellst die Aufstellung. Das ist nicht dein Hobby, das ist eine Aufgabe des Vereins. Also frag einfach. Neben dem, was eine Saison an Bällen und Hallenmiete kostet, fällt dieser Betrag nicht ins Gewicht.“
„Vor allem Überblick. Mit Club sitzen alle Teams unter einem Dach. Dein Startbildschirm zeigt die kommende Woche für alle deine Teams auf einmal — dass die JB 2 um sechs spielt, dass die Damen 5 um acht trainieren, in einer Liste.“
„Und es gibt einen Clubbericht: alle Teams, die du trainierst, untereinander, mit gespielten Spielen, Siegen und Niederlagen und der Anwesenheitsquote pro Team. Dazu die Dinge, die ein einzelner Trainer nicht braucht — die Mitgliederliste des ganzen Vereins, die Teameinteilung für die neue Saison, Dienstpflichten, Hallen, Beiträge und mehrere Administratoren mit jeweils eigenen Rechten.“
„Dann landest du auf einem Bildschirm, der fragt, ob du mehr Teams brauchst. Coach ist für ein Team, also wird dir Club angeboten, sobald du ein zweites anlegst. Dein Abo wird sofort umgestellt und der Preisunterschied anteilig verrechnet. Du zahlst also nicht doppelt.“
„Ja, und das sage ich lieber vorher als hinterher. Wenn deine Mannschaft dreimal im Jahr ein Turnier spielt, kauf das nicht. Koach wird erst wertvoll, wenn sich etwas anhäuft: Anwesenheit über eine ganze Saison, Statistiken, die irgendwoher kommen, eine Entwicklung, die du in einer Kurve zeigen kannst.“
„Bei einer Freizeitgruppe, die vor allem aus Spaß spielt, gibt es das nicht, und dann zahlst du für eine Kurve, die leer bleibt. Probier es also erst aus: vierzehn Tage, alles dabei, ohne Kreditkarte. Denkst du nach diesen zwei Wochen „ich benutze das eigentlich nicht“ — dann hast du deine Antwort.“
„Nein. Dein Team und deine Daten bleiben erhalten. Das sagt die App auch wörtlich, wenn deine Testphase ausläuft: Danach brauchst du ein Abo, aber dein Team und deine Daten bleiben erhalten.“
„Eine ganze Saison an Spielen als Geisel zu nehmen, finde ich unanständig. Diese Saison gehört dir und deinen Spielern, nicht mir. Kommst du im September zurück, steht alles noch da.“
„Dass ein Preis auch ein Versprechen ist. Solange du zahlst, bist du derjenige, für den ich das baue. Kein Werbekunde, kein Unternehmen, das Daten einkauft. Kommt morgen eine Funktion dazu, dann weil ein Trainer danach gefragt hat. So einfach ist die Abmachung.“
Vierzehn Tage mit einem Team, alles dabei, ohne Kreditkarte. Trag deinen Kader ein, erfasse ein Spiel live und entscheide erst danach, ob dir der Monatsbetrag das wert ist.
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