Plus-Minus im Volleyball: was ein Spieler und ein Wechsel bringen
Die kurze Antwort
Plus-Minus im Volleyball ist die Zahl der Ballwechsel, die dein Team gewonnen hat, minus die Zahl, die es verloren hat, während ein Spieler auf dem Feld stand. Steht ein Spieler 100 Ballwechsel auf dem Feld und gewinnt das Team davon 56, ist sein Plus-Minus +12. In Koach siehst du es pro Spieler nach jedem live erfassten Spiel.
Plus-Minus misst im Volleyball, was mit dem Spielstand passiert, während ein Spieler auf dem Feld steht. Es zeigt etwas, das Punkte und Fehler übersehen: wie das Team mit ihm spielt. So rechnest du es aus, so liest du es, ohne in die Fallen zu tappen, und so misst du, ob ein Wechsel gewirkt hat.
Was ist Plus-Minus im Volleyball?
Plus-Minus zählt jeden Ballwechsel, in dem ein Spieler auf dem Feld stand. Gewinnt dein Team den Ballwechsel, ist es ein Plus; verliert es ihn, ein Minus. Wer den Punkt oder den Fehler gemacht hat, spielt keine Rolle: Der Annahmespieler, der den Ball perfekt zum Zuspieler bringt, bekommt dasselbe Plus wie der Angreifer, der ihn verwertet. Deshalb misst Plus-Minus etwas anderes als eine Punktezählung. Nicht, was ein Spieler selbst punktet, sondern wie das Team mit ihm auf dem Feld abschneidet.
Die Rechnung ist kurz: Plus-Minus = gewonnene Ballwechsel minus verlorene Ballwechsel, nur gezählt, solange der Spieler auf dem Feld stand. Wer jeden Ballwechsel spielt, hat immer die Bilanz des Teams. Interessant wird die Zahl erst, wenn du Spieler vergleichst, die einen Teil des Spiels gespielt haben, oder denselben Spieler über mehrere Spiele.
Rechenbeispiel: zwei Spielerinnen auf einer Position
Ein Spiel über drei Sätze hat 130 Ballwechsel. Dein Team gewinnt 68 und verliert 62, eine Bilanz von +6.
- Lena steht 100 Ballwechsel auf dem Feld. Das Team gewinnt 56 und verliert 44. Ihr Plus-Minus ist 56 minus 44 = +12.
- Mia wird für sie eingewechselt und spielt die anderen 30 Ballwechsel: 12 gewonnen, 18 verloren. Ihr Plus-Minus ist 12 minus 18 = minus 6.
- Deine Zuspielerin spielt alle 130 Ballwechsel und steht bei 68 minus 62 = +6, genau der Bilanz des Teams.
Lena und Mia haben zusammen eine Position auf dem Feld besetzt: Ihre +12 und minus 6 ergeben zusammen die +6 des Teams. Lena scheint es viel besser zu machen. Aber Mias minus 6 stammt aus nur 30 Ballwechseln: Hätte das Team drei mehr gewonnen, stünde sie bei 15 zu 15, also bei null. Drei Ballwechsel sind eine gute Aufschlagserie des Gegners.
Wo dich Plus-Minus in die Irre führt
- Wenige Ballwechsel. Wie bei Mia: Eine Einwechselspielerin mit zwanzig oder dreißig Ballwechseln kann durch eine einzige Serie des Gegners weit im Minus stehen. Vergleiche erst nach ein paar Spielen.
- Die Rotation, in der jemand spielt. Die meisten Teams gewinnen weniger Ballwechsel bei eigenem Aufschlag als bei gegnerischem Aufschlag, außer in der jüngsten Jugend, in der der Aufschlag oft schon den Punkt entscheidet. Wer nur für eine Aufschlagserie eingewechselt wird, spielt nur diese schwierigeren Ballwechsel und steht dann schnell im Minus, auch wenn er gut aufschlägt. Den Unterschied zwischen diesen beiden Arten von Ballwechseln liest du unter Sideout und Breakpoint pro Rotation.
- Der Moment und der Gegner. Wer spielt, wenn der Satz schon entschieden ist, oder gerade in der Aufstellung, in der der Gegner seinen besten Aufschläger hat, bekommt eine andere Zahl, als sein Spiel verdient.
- Libero und Mittelblocker. Der Libero spielt hinten auf der Position eines Mittelblockers, der Mittelblocker vorne. Ihr Plus-Minus sagt also vor allem etwas über das Team in dieser Hälfte der Rotationen.
Lies Plus-Minus deshalb als Frage, nicht als Urteil: Warum gewinnt das Team mit diesem Spieler weniger? Die Antwort kann beim Spieler liegen, aber genauso gut bei der Rotation oder beim Moment, in dem du ihn einsetzt. Welche Spieler gut zusammenarbeiten, ist eine eigene Frage; die steht unter Spielerkombinationen.
Plus-Minus in Koach: Spielzeit im Bereich Spieler
Erfasst du ein Spiel live, im Modus Einfach oder im Modus Experte, rechnet Koach beim Abschluss für jeden Spieler aus, wie viele Ballwechsel er auf dem Feld stand und wie viele davon das Team gewonnen hat. Du tippst dafür nichts extra. Öffne das gespielte Spiel und wähle den Bereich Spieler. Unter Spielerleistungen steht der Block Spielzeit: pro Spieler die Zahl der Ballwechsel und die Spalte +/-, oben, wer am wenigsten gespielt hat, und das beste Plus/Minus des Spiels.
14 Tage gratis, ohne Kreditkarte. Erfasse am Samstag das Spiel live und sieh danach pro Spieler die Ballwechsel und das Plus/Minus.
Koach mit deinem Team testenÜber die Saison siehst du es im Spielerprofil unter Statistik. Bei Pro Spiel wählst du den Chip Plus/Minus und siehst es pro Spiel als Linie, mit dem Saisondurchschnitt als gestrichelter Linie; ein Spiel zählt erst mit, wenn der Spieler mindestens zehn Ballwechsel gespielt hat. Im Block Rotationen und Positionen steht die Summe über alle Live-Spiele, und pro Rotation, welchen Anteil der Ballwechsel das Team mit ihm auf dem Feld gewonnen hat.
Spieler sehen ihr eigenes Plus/Minus auf ihrem eigenen Spielbildschirm, nicht das ihrer Mitspieler. Die Zahl gibt es nur bei Spielen, die du mit der aktuellen Version der App live erfasst hast. Ein Ergebnis, das du nachträglich einträgst, oder ein Spiel, das ein berechtigter Anschreiber abschließt, hat kein Plus/Minus.
Hat der Wechsel gewirkt? Die Wirkung eines Wechsels messen
Ein Wechsel ist eine Frage: Spielt das Team mit dem neuen Spieler besser? Zwei Zahlen helfen dir bei der Antwort.
- Das Plus-Minus des Einwechselspielers, neben dem des Spielers, der rausging. Am liebsten über ein paar Spiele, aus dem Grund von oben.
- Die Ballwechsel direkt nach dem Wechsel. In Koach steht unter Statistiken, im Block Momentum, die Zeile Nach einem Wechsel (5 Ballwechsel): wie viele der fünf Ballwechsel nach jedem Wechsel ihr gewonnen (für) und verloren (gegen) habt, zusammengezählt über das Spiel. Ein Liberowechsel zählt nicht mit, und folgt innerhalb von fünf Ballwechseln ein neuer Wechsel, beginnt die Zählung von vorn. Die Zeile steht nur da, wenn du in diesem Spiel gewechselt hast.
Rechenbeispiel: vier Wechsel
Du wechselst viermal in einem Spiel. Die fünf Ballwechsel nach jedem Wechsel enden 3:2, 1:4, 4:1 und 2:3. Bei Nach einem Wechsel steht dann für 10, gegen 10 (3 + 1 + 4 + 2 gegen 2 + 4 + 1 + 3). Also neutral, obwohl ein Wechsel dabei war, der sofort gewirkt hat (4:1), und einer, der sofort Punkte gekostet hat (1:4). Die Summe sagt dann wenig; welcher Wechsel welche Serie brachte, siehst du im Punkteverlauf des Satzes.
Fünf Ballwechsel sind kurz. Das misst, ob ein Wechsel das Spiel sofort gedreht hat, nicht, ob der Einwechselspieler gut gespielt hat; dafür ist sein Plus-Minus über die ganze Zeit auf dem Feld die bessere Zahl. Wann du wechselst und warum, liest du unter Wettkampfcoaching: Auszeiten und Wechsel. Wie du den Wendepunkt eines Satzes wiederfindest, steht unter die Momentum-Linie.
Was machst du mit Plus-Minus?
Nutze es, um Fragen zu deiner Wechselstrategie und deiner Aufstellung zu stellen, nicht als Rangliste. Steht ein Spieler mehrere Spiele hintereinander im Minus, schau zuerst, in welchen Rotationen und zu welchen Momenten er spielt. Spielt ein Einwechselspieler immer im selben schwierigen Moment, ändere zuerst den Moment, bevor du über den Spieler urteilst. Und leg es neben die Spielzeit: Wer wenige Ballwechsel bekommt, hat auch wenig Chancen, eine gute Zahl hinzulegen. Wie du Spielzeit fair verteilst, steht unter Spielzeit verfolgen; wie Plus-Minus zu den anderen Teamzahlen passt, unter Volleyballstatistiken verstehen.
Plus/Minus, Spielzeit und die Wirkung von Wechseln stecken in jedem live erfassten Spiel. Du testest Koach 14 Tage gratis; was es danach kostet, steht auf der Preisseite.
Vergleiche einen Spieler mit sich selbst. Das Plus-Minus von zwei Spielern in verschiedenen Rotationen sagt wenig. Derselbe Spieler über fünf Spiele sagt viel: Steigt seine Linie bei Pro Spiel, spielt das Team mit ihm besser.
Häufige Fragen
Was ist ein gutes Plus-Minus im Volleyball?
Eine feste Norm gibt es nicht, weil die Zahl davon abhängt, wie gut dein Team ist und wie viel ein Spieler spielt. Eine positive Zahl heißt, dass das Team mit diesem Spieler auf dem Feld mehr Ballwechsel gewonnen als verloren hat. Vergleiche deshalb mit der Bilanz deines Teams im selben Spiel und mit dem Spieler selbst in früheren Spielen. Erst nach ein paar Spielen mit genug Ballwechseln sagt es etwas.
Warum steht mein Einwechselspieler im Minus, obwohl er gut gespielt hat?
Oft wegen des Moments oder der Rotation. Ein Einwechselspieler spielt wenige Ballwechsel, also wiegt eine einzige Serie des Gegners schwer. Kommt er nur für eine Aufschlagserie rein, spielt er nur Ballwechsel bei eigenem Aufschlag, und die gewinnen die meisten Teams seltener. Schau deshalb auf mehrere Spiele und auf die Rotationen, in denen er gespielt hat, bevor du Schlüsse ziehst.
Zählt ein Liberowechsel bei der Wirkung eines Wechsels mit?
Nein. In Koach zählt die Zeile Nach einem Wechsel (5 Ballwechsel) nur normale Wechsel; das Ein- und Auswechseln des Liberos zählt nicht, so wie es nach den Regeln auch nicht zu den sechs Wechseln pro Satz gehört. Das Plus-Minus des Liberos wird aber ganz normal erfasst: Jeder Ballwechsel, in dem er auf dem Feld steht, zählt mit.
Muss ich für Plus-Minus etwas extra erfassen?
Nein. Wenn du das Spiel in Koach live erfasst, im Modus Einfach oder Experte, weiß die App bei jedem Ballwechsel, wer auf dem Feld stand und wer den Ballwechsel gewonnen hat. Beim Abschluss rechnet sie das Plus/Minus pro Spieler aus. Du testest Koach 14 Tage gratis, ohne Kreditkarte; die Preise danach stehen auf der Preisseite.
Miss am Samstag, was deine Wechsel bringen
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Mit Koach loslegenOder lies zuerst, was die Volleyball-Trainer-App alles kann.


