Trainingsblöcke: deine Einheit wie ein Programm aufbauen
Der Unterschied zwischen einem Training, das läuft, und einem, das sich zieht, liegt selten an den Übungen selbst — fast immer an der Struktur. Denk in Blöcken, dann behältst du Tempo, Zeit und Spannung im Griff.
Der klassische Vier-Block-Aufbau
- Aufwärmen (10–15 Min.): mit Ball — siehe Aufwärmübungen. Keine Runden um der Runden willen.
- Technikblock (20 Min.): der heutige Fokus isoliert, viele Wiederholungen, wenig Druck.
- Taktikblock (20–25 Min.): derselbe Fokus, jetzt im Spielkontext mit Entscheidungen und Widerstand.
- Spiel (20–25 Min.): freies Spiel mit angepasster Zählweise, die den Fokus belohnt.
Jeder Block bekommt eine Zeit — und die hältst du ein
Gib jedem Block vorab ein Zeitfenster und halte dich daran, auch wenn es gerade gut läuft. Eine Übung, die „nur noch fünf Minuten“ läuft, frisst immer den Spielblock — genau den Block, für den die Spieler kommen und in dem der Fokus spielecht wird. Brich eine Übung lieber früh auf ihrem Höhepunkt ab: Dann wollen sie sie nächste Woche wieder.
Das Programm in Koach aufbauen
Öffne das Training und füge Blöcke aus deiner Übungsbibliothek hinzu. Jeder Block zeigt Kategorie und Dauer; die Minuten summieren sich zu deiner Trainingszeit, sodass du sofort siehst, ob das Programm passt. Ordne per Ziehen neu, wenn die Reihenfolge besser sein könnte — der schwerste Block im zweiten Viertel, wenn alle warm und noch frisch sind.
Das 1:2-Verhältnis: Auf jede Minute Erklärung sollten mindestens zwei Minuten Tun folgen. Kannst du eine Übung nicht in dreißig Sekunden erklären, vereinfache sie oder zeig sie vor, statt zu reden.
Häufige Fragen
In welcher Reihenfolge setze ich Technik und Kondition ein?
Technik zuerst, Kondition zuletzt. Feinmotorik verschlechtert sich bei müden Beinen — Aufschlag und Annahme nach einem Konditionsblock zu trainieren heißt, schlechte Ausführung einzuüben.
Wie strukturiere ich ein Training bei großen Niveau-Unterschieden in der Gruppe?
Gleicher Block, unterschiedliche Anforderungen: Alle machen die Annahme-Angriff-Übung, aber die Fortgeschrittenen bekommen Zielzonen und die Anfänger bekommen Raum. Differenzieren innerhalb des Blocks funktioniert besser als die Gruppe zu teilen.
Sollte jedes Training mit Spiel enden?
Fast immer: Es ist der Lohn des Trainings und der Ort, an dem der Fokus auf echten Druck trifft. Ausnahme: am Tag vor einem Spiel kannst du mit Aufschlag-Annahme und einem ruhigen Durchgang der Aufstellung abschließen.

