Aufschlag im Beachvolleyball: Float, Jump Float und Skyball | Koach Volleyball
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Aufschlag im Beachvolleyball: Float, Jump Float und Skyball

Die kurze Antwort

Beim Aufschlag im Beachvolleyball schlägst du meist einen Flatteraufschlag aus dem Stand oder einen Jump Float; Sprungaufschlag mit Topspin und den hohen Skyball siehst du seltener. Sand gibt weniger Abdruck, Wind und Sonne spielen mit, also passt du Anwurf, Anlauf und Ziel an. Du hast fünf Sekunden und einen Anwurf.

Der Aufschlag im Beachvolleyball sieht aus wie in der Halle, bis der Wind deinen Flatterball zur Seite schiebt. Im Sand stehst du zu zweit, kommst weniger hoch und spielst draußen, und das verändert, welchen Aufschlag du wählst und wie du ihn schlägst. Hier steht, welche Aufschläge funktionieren, wie du sie an Sand, Wind und Sonne anpasst und was die Regeln sagen.

Lesezeit: 7 Min.

Welchen Aufschlag schlägst du im Beachvolleyball?

Die Aufschläge sind dieselben wie in der Halle. Was jeder Aufschlag technisch ist und was der Ball macht, steht in Aufschlagarten im Volleyball; wie der Aufschlag mit den anderen Grundtechniken zusammenhängt, liest du in Volleyballtechnik lernen. Im Sand verschiebt sich vor allem die Wahl:

AufschlagIm SandWann
Flatteraufschlag aus dem StandFlattert und reagiert stark auf Wind, kostet wenig KraftAuf jedem Niveau, die Grundlage
Jump FloatHöher und flacher getroffen, flattert auch, braucht einen Anlauf durch den SandFortgeschrittene, die den Flatteraufschlag aus dem Stand beherrschen
Sprungaufschlag mit TopspinHart und abtauchend, aber der Absprung im Sand kostet viel und der hohe Anwurf verwehtStarke Springer, bei wenig Wind
SkyballVon unten oder seitlich sehr hoch geschlagen, fällt fast senkrechtBei Sonne oder Wind als Überraschung

Zwei Dinge machen den Flatteraufschlag im Sand zur logischen Wahl. Der Wind lässt einen Ball ohne Rotation noch unruhiger flattern. Und jeder Sprung kostet im tiefen Sand mehr, während du direkt nach deinem Aufschlag einer der zwei Verteidiger bist. An einem Turniertag mit mehreren Spielen merkst du das in den Beinen. Der Jump Float liegt dazwischen: mehr Druck als ein Flatteraufschlag aus dem Stand, ohne den vollen Sprung eines Topspin-Aufschlags. Wie du ihn aufbaust, steht in der Jump-Float-Aufschlag.

Was der Sand an deiner Technik ändert

Aufschlagen bei Wind

Schau beim Aufwärmen auf Fahnen oder Bäume und schlag auf beiden Seiten ein paar Bälle auf. Du wechselst in Satz eins und zwei alle 7 Punkte die Seite und im dritten Satz alle 5 (Regel 18.2), der Wind ändert sich also oft. Pass dein Ziel beim ersten Aufschlag nach jedem Seitenwechsel an, nicht erst nach dem ersten Fehler.

Sag laut, was du anpasst. Lass Spieler im Training bei jedem Aufschlag ein Wort rufen: tiefer, kürzer, links, rechts. Wer in Worte fasst, was der Wind mit dem Ball macht, passt sich im Spiel schneller an als jemand, der nach Gefühl aufschlägt.

Aufschlagen bei Sonne: der Skyball

Für den Skyball stehst du seitlich oder mit der Brust zum Feld und triffst den Ball von unten oder seitlich, tief und hinter der Mitte, sodass er sehr hoch steigt. Er fällt fast senkrecht und mit Tempo herunter, und der Annahmespieler muss die ganze Zeit nach oben schauen. Er funktioniert vor allem, wenn der Annehmende beim Hochschauen in die Sonne blickt oder wenn der Wind den Ball beim Fallen abtreiben lässt. Ohne Sonne oder Wind ist er ein leichter Ball für die Annahme, und bei starkem Wind weht er ins Aus. Nutze ihn also als Überraschung, nicht als festen Aufschlag.

Stehst du selbst in der Sonne an der Annahme: Die Regeln erlauben eine Kappe oder Kopfbedeckung (Regel 4.3) und eine Brille oder Sonnenbrille auf eigenes Risiko (Regel 4.5).

Wohin schlägst du auf?

Im Zwei gegen zwei fällt der Ball meistens so, dass derjenige, der annimmt, danach auch angreift. Wählst du also, auf wen du aufschlägst, wählst du auch, wer angreifen muss. Vier Ziele, die immer gehen:

Sprich das Ziel mit deinem Partner ab, damit der Blocker weiß, welcher Angriff wahrscheinlich kommt. Wie das Duo danach blockt und verteidigt, steht in Beachvolleyball-Taktik. Und halte an einer Regel fest: Ein Aufschlagfehler schenkt dem Gegner einen Punkt, ohne dass er etwas tun muss.

Aufschlagregeln im Sand

Ein paar Aufschlagregeln weichen von der Halle ab. Laut den Official Beach Volleyball Rules 2025-2028 der FIVB:

Alle anderen Regeln, von der Zählweise bis zum Poke, stehen in den Beachvolleyball-Regeln, und der vollständige Text bei der FIVB.

Drei Übungen für deinen Beach-Aufschlag

  1. Zonen mit Wind. Leg vier Ziele ins Feld: zwei tiefe Ecken, die Linie und kurz in der Mitte. Schlag zehn Bälle pro Seite auf ein festes Ziel und wechsle dann die Seite, wie bei einem Seitenwechsel. Zähl, wie viele Bälle in der Zone landen, für jede Seite getrennt.
  2. Aufschlagen und verteidigen. Schlag auf, lauf sofort auf deine Abwehrposition und spiel den Ball, den dein Partner von der anderen Seite auf dich schlägt. Acht Wiederholungen, dann wechseln. So trainierst du den Moment nach dem Aufschlag, der in einer reinen Aufschlagübung fehlt.
  3. Punkte mit dem Aufschlag. Schlag Serien von fünf. Ein Aufschlag in die Zone ist ein Punkt, ein Aufschlag ins Feld außerhalb der Zone null, ein Fehler minus zwei. Mach das am Ende des Trainings, wenn du müde bist.

Ein ganzes Sandtraining für ein Hallenteam, in das dieser Block passt, steht in Beachvolleyball-Übungen.

Deinen Beach-Aufschlag in Koach messen

Koach ist für Hallenvolleyball gemacht, und ein offizielles Beachspiel auf 21 Punkte erfasst du damit nicht. Ein Beachtraining mit deinem Team kannst du aber als Trainingsspiel festhalten. Setz zwei Spieler in Team A und zwei in Team B und lass Rotation an: Dann wechselt der Aufschläger bei jedem Side-out, wie im Sand. Wähl den Modus Experte und als Fokus Aufschlag. Dann gibst du jedem Aufschlag eine Note, von 0 Fehler über Leicht, Mittel, Druck und Freier Ball bis 5 Ass, für beide Teams. Für den Rest des Ballwechsels wählst du nur, wer gewinnt.

Einstellungen eines Trainingsspiels in Koach mit Einfach oder Experte, dem Schalter Rotation, wer zuerst aufschlägt und pro Spieler Team A oder B
Ein Trainingsspiel einrichten: Experte für eine Note pro Aufschlag und Rotation an für eine feste Aufschlagreihenfolge.

So siehst du nach ein paar Trainings pro Spieler, ob sein Aufschlag Druck macht oder vor allem leichte Bälle liefert. Die Noten werden getrennt gespeichert und zählen nicht als Spiel. Was Koach nach den 14 Gratistagen kostet, steht auf der Preisseite.

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Häufige Fragen

Welchen Aufschlag schlägt man im Beachvolleyball am häufigsten?

Den Flatteraufschlag aus dem Stand und den Jump Float. Ein Ball ohne Rotation bewegt sich im Wind noch unruhiger als in der Halle, und ein Flatteraufschlag kostet wenig Kraft, was zählt, wenn du nach dem Aufschlag sofort verteidigen musst. Den Sprungaufschlag mit Topspin siehst du seltener, weil der Absprung im Sand schwer ist und der hohe Anwurf verwehen kann. Der Skyball ist eine Überraschung für Sonne oder Wind.

Wie viele Sekunden hat man im Beachvolleyball für den Aufschlag?

Fünf Sekunden nach dem Pfiff des ersten Schiedsrichters, laut den Official Beach Volleyball Rules der FIVB. In der Halle sind es acht Sekunden. Du darfst den Ball einmal hochwerfen; lässt du ihn fallen, ohne ihn zu treffen, zählt das als dein Aufschlag, und der Punkt geht an den Gegner.

Darf man im Beachvolleyball von unten aufschlagen?

Ja. Die Regeln schreiben keine Aufschlagart vor: Du schlägst den Ball mit einer Hand oder einem Teil des Arms, nachdem du ihn hochgeworfen oder losgelassen hast. Von unten oder seitlich aufschlagen ist also erlaubt, und der Skyball ist ein Beispiel dafür. Auf höherem Niveau ist ein normaler Aufschlag von unten allerdings leicht anzunehmen.

Wie schlägt man im Beachvolleyball bei Wind auf?

Bei Gegenwind schlägst du härter und zielst tief, denn der Wind bremst den Ball und lässt einen Flatterball stärker flattern. Bei Rückenwind schlägst du weicher und zielst kürzer, weil der Ball weiter trägt. Bei Seitenwind zielst du auf die Seite, von der der Wind kommt. Wirf im Wind niedrig an und pass dein Ziel nach jedem Seitenwechsel an.

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