Wie viele Vereinsdienste muss ich noch leisten? Dein Stand in der App
In jedem Vereinsheim wird dieselbe Diskussion geführt: Ich habe schon drei gemacht, also stimmt diese Liste nicht. Thekendienst — wie viele Dienste noch? — war bisher eine Frage, die du nur der Person stellen konntest, die die Verwaltung führt, und die hatte ihren Ordner nicht dabei. Seit auf deinem eigenen Dashboard eine Karte steht, siehst du selbst nach: was auf deinen Namen gebucht ist, was der Verein von dir verlangt, und woher diese Zahl kommt.
Wo du deinen eigenen Stand findest
Du musst dafür nichts heraussuchen. Öffne die App, und du landest auf deinem Dashboard — dem Bildschirm, den du nach dem Anmelden als Erstes siehst. Zwischen den Karten dort steht eine mit der Überschrift Meine Dienste, darunter eine Zeile: 2 von 5 Diensten geleistet, und rechts ein kleines Etikett, das Aktuell oder Im Rückstand sagt. Darunter steht noch ein Satz, der erklärt, wie diese Zahl zustande kommt. Mehr ist es nicht, und mehr brauchst du meistens auch nicht.
Mit Vereinsdiensten ist alles gemeint, was ein Verein außerhalb des Spielens von seinen Mitgliedern verlangt und selbst mitschreibt: an einem Spieltag hinter der Theke stehen, Hallenaufsicht sein, ein Spiel pfeifen, das Spielprotokoll führen oder hinterher putzen. Welche Arten es bei deinem Verein gibt, bestimmt der Verein selbst; die Karte zählt sie alle zusammen.
Diese Karte gibt es sowohl im Spielerkonto als auch im Elternkonto. Was sonst noch auf deinem Dashboard steht, liest du in was ein Spieler in Koach sieht und in Koach für Eltern nach. Die Dienstekarte kommt dort einfach dazu, neben den anderen Dingen, die mit dir persönlich zu tun haben, wie der Fahrt, für die du in dem Fahrplan für Auswärtsspiele eingeteilt bist.
Keine Karte? Dann gibt es für dich nichts zu zählen
Siehst du sie nicht, ist nichts kaputt. Vereinsdienste mitzuschreiben ist nämlich etwas, das ein Verein bewusst einschaltet. Macht dein Verein das nicht, gibt es auch keine Verwaltung, und dann schweigt dein Dashboard dazu. Ein Verein, der nichts damit macht, bekommt also keine Karte, die über eine Norm nörgelt, die nirgends festgelegt ist — und du auch nicht.
Es gibt noch drei weitere Gründe, warum die Karte bei dir fehlen kann:
- Der Verein behält den Stand vorerst für sich. Ein Verein kann die Verwaltung führen, sie seinen Mitgliedern aber noch nicht zeigen, zum Beispiel weil er sie erst selbst stimmig haben will. Das ist eine Entscheidung, keine Störung.
- Für dich steht keine Norm. Solange der Verein nicht festgelegt hat, wie viele Dienste zu einer Saison gehören, gibt es nichts abzuzählen und die Karte bleibt weg.
- Du bist befreit. Bist du laut Verein in dieser Saison von der Dienstpflicht befreit, ist deine Norm null und die Karte hat nichts zu melden.
In allen drei Fällen ist die Antwort dieselbe: Das regelt der Verein, nicht du. Eine Frage an die Person, die die Vereinsverwaltung macht, und du weißt, welcher der drei Fälle es ist.
Was „2 von 5 Diensten“ genau bedeutet
Links steht, was auf deinen Namen gebucht ist, rechts, was der Verein in dieser Saison von dir verlangt. Das Wort dazwischen wählt der Verein selbst: Der eine zählt in Diensten, der andere in Einsätzen oder Punkten. Steht dort also Einsätze statt Dienste, ist das einfach das Wort, das dein Verein benutzt.
Zwei Dinge überraschen die Leute bei dieser linken Zahl.
Es können halbe Zahlen darin stehen. Nicht jeder Dienst wiegt gleich schwer. Hinter jeder Dienstart steckt ein Gewicht, und das muss keine ganze Zahl sein: Ein Verein, der pfeifen schwerer findet als anschreiben, kann einen Pfeifeinsatz mit anderthalb Diensten zählen lassen und einen Schreibeinsatz mit einem halben. Stehst du dann auf 2,5, ist das kein Rundungsfehler, sondern genau das, was du getan hast.
Ein Dienst, der noch bevorsteht, zählt bei vielen Vereinen schon mit. Sobald du für etwas eingeteilt bist, schiebt sich diese Zahl nach oben — der Gedanke dahinter ist, dass du an diesem Abend einfach kommst. Bei anderen Vereinen zählt ein Dienst erst, nachdem jemand vom Verein abgehakt hat, dass du tatsächlich da warst. Welche der beiden Varianten bei dir gilt, steht in dem Satz unter der Zahl: Er sagt dir, ob noch etwas Unbestätigtes dabei ist und ob das mitzählt oder nicht.
Was nie mitzählt: ein Dienst, für den du dich abgemeldet hast, und ein Dienst, zu dem du nicht erschienen bist. Ein Spiel, das ausgefallen ist, zählt ebenfalls nicht mit, wird dir aber auch nicht angelastet.
Woher die Zahl rechts kommt
Die Norm setzt der Verein, pro Saison. Du siehst nur das Ergebnis — und das ist Absicht. Der Satz unter dem Stand sagt dir aber, woher sie kommt, denn eine Zahl, die niemand erklären kann, bringt nur Streit auf der Mitgliederversammlung. Dort steht also wörtlich, ob es um die Norm für den ganzen Verein geht, um eine Norm, die zu deiner Mannschaft gehört, um eine Norm für die ganze Familie oder um eine Absprache, die speziell für dich getroffen wurde. Je genauer die Absprache, desto schwerer wiegt sie: Eine persönliche Absprache geht der Vereinsnorm vor.
Derselbe Satz nennt auch eine Befreiung, wenn eine auf dich zutrifft. Vereine befreien häufig Mitglieder unter oder über einem bestimmten Alter, manchmal auch Trainer, Ausschuss- oder Vorstandsmitglieder. Daneben kann der Verein eine persönliche Befreiung festhalten — ganz oder teilweise — mit einem Grund dabei, zum Beispiel einer Verletzung. Diesen Grund liest du nach; er ist schließlich dafür gedacht, dir mitgeteilt zu werden.
Findest du die Norm selbst zu hoch oder zu niedrig, ist das keine Nachricht an den Trainer, sondern ein Gespräch über Regeln: Wer macht mit, darf man einen Dienst abkaufen, und was passiert, wenn jemand nichts tut. Das gehört zum Vorstand, und die Abwägungen stehen in Aufgaben im Verein verteilen.
Warum ein Elternteil auch den Stand seiner Kinder sieht
Bei Jugendmitgliedern unterhalb der Altersgrenze, die der Verein ansetzt, leistet das Elternteil den Dienst — so ist es bei den meisten Vereinen abgesprochen, und so läuft auch die Einteilung. Welche Regeln dabei gelten und wie die Dienste auf die Mannschaften verteilt werden, steht in Thekendienste für den ganzen Verein planen. Für dich als Elternteil heißt das: Es gibt eine Verpflichtung, die formal am Namen deines Kindes hängt.
Deshalb zählt deine Karte diese Verpflichtung mit. Was du siehst, ist die Summe: deine eigene Norm plus die deiner Kinder in diesem Verein, und dem gegenüber alles, was auf eure Namen gebucht ist. Also eine Zahl, keine Aufstellung pro Kind. Spielt ein Kind in einem anderen Verein, bleibt das sauber außen vor.
Voraussetzung ist allerdings, dass du als Elternteil in der App mit deinem Kind verknüpft bist; wie das geht, steht in Eltern zu deinem Team hinzufügen. Ohne diese Verknüpfung bist du für die Verwaltung ein beliebiges anderes Mitglied, und dann siehst du den Stand deines Kindes nicht — genau so ist es gemeint.
Was du nicht siehst, und warum nicht
Du siehst nie den Stand eines Vereinskameraden. Das ist keine Sparsamkeit, sondern ein Prinzip: Diese Verwaltung handelt davon, wer seine Verpflichtung nicht erfüllt, und bei vielen Vereinen hängt daran eine Konsequenz. Außerdem sagt sie etwas über eine häusliche Situation aus — wer kann abends nicht hinter der Theke stehen. Die Mitgliederseite der App kann deshalb buchstäblich nichts anderes abrufen als deine eigenen Zeilen und die deiner Kinder.
Du siehst auch die Notizen des Verwalters nicht. Wer die Verwaltung führt, schreibt manchmal etwas dazu („Mutter ruft zurück“, „zweimal nicht erschienen“); das ist Arbeitsmaterial und bleibt im Verwaltungsbildschirm. Der Grund einer Befreiung, der für dich bestimmt ist, kommt sehr wohl nach außen.
Und du kannst deinen eigenen Dienst nicht selbst abhaken. Das kann nur die Person, die die Vereinsverwaltung macht, und das ist mit Absicht so gebaut: Eine Verwaltung, in der jeder seinen eigenen Haken setzt, ist kein Nachweis mehr, sondern ein Wunschzettel. Was du sehr wohl selbst machst, ist dich für einen Dienst anzumelden, bei dem noch ein Platz frei ist; das läuft über den Kalender und ist als Frage beantwortet in dem Artikel über den Vereinsdienstplan.
Kurz: Die Karte ist dafür da, ein Gespräch zu vermeiden, nicht um eines anzufangen. Stimmt die Zahl, weißt du, woran du bist. Stimmt sie nicht, hast du jetzt ein Datum und eine Dienstart, über die du reden kannst, statt eines Gefühls.
Der Stand stimmt nicht — was tust du dann?
Lies zuerst den Satz unter der Zahl. Meistens steht die Antwort schon dort: Es ist noch etwas dabei, das nicht abgehakt ist, oder die Norm war doch eine andere, als du dachtest.
Bringt das nichts, geh diese drei durch:
- Ist der Dienst schon verarbeitet? Ein Dienst erscheint erst nach dem Termin auf der Liste des Verwalters, und der geht diese Liste nicht jeden Morgen durch. Gönn dem Ganzen ein paar Tage, bevor du Alarm schlägst.
- Habt ihr untereinander getauscht? Die Verwaltung bucht auf den Namen, der in der App steht, nicht auf den, der an dem Abend tatsächlich da war. Trag einen Tausch also auch in der App ein: Du meldest dich bei diesem Dienst ab, der andere meldet sich an. Es nur im Gruppenchat abzusprechen ändert an der Buchung nichts.
- Hat dein Kind einen eigenen Zugang? Dann können Dienste auf dem Konto deines Kindes gebucht sein. Der Verein zählt sie mit, auf deiner Karte siehst du sie aber nicht; dann steht deine Zahl also niedriger als die des Vereins. Trifft das bei dir zu, sagt der Satz unter deinem Stand das ausdrücklich dazu.
Bleibt danach noch etwas übrig, schick eine Nachricht an die Person, die die Verwaltung führt, mit Datum und Dienstart dabei. Das ist eine Korrektur von einer halben Minute. Eine Diskussion an der Theke darüber, wer was gemacht hat, dauert länger und bringt weniger.
Häufige Fragen
Zählt mein Stand in die nächste Saison hinein?
Nein. Die Karte gehört zur laufenden Saison und fängt bei einer neuen Saison wieder bei null an, mit der Norm, die der Verein für diese Saison gesetzt hat. Was du letzte Saison geleistet hast, steht zwar noch in der Verwaltung des Vereins, auf deiner eigenen Karte siehst du aber nur die laufende Saison.
Kostet es mich Geld, wenn ich zurückliege?
Die Karte selbst rechnet nichts ab: Sie zählt, und mehr nicht. Manche Vereine verrechnen einen nicht geleisteten Dienst mit dem Mitgliedsbeitrag, und dann erscheint das als eigener offener Betrag auf deinem Dashboard, nicht auf der Dienstekarte. Ob das bei deinem Verein so läuft, ist Vereinssache und fragst du beim Vorstand nach.
Ich kann an dem Abend nicht. Kann ich mich noch abmelden?
Ja, beim Dienst selbst in der App, solange das Datum noch nicht vorbei ist. Der Platz wird dann wieder für jemand anderen frei und der Dienst zählt nicht als geleistet. Deine Norm bleibt allerdings stehen, du holst ihn also später einmal nach. Abmelden ist übrigens etwas anderes als wegbleiben: Nicht erscheinen bleibt in der Verwaltung sichtbar.
Kann ich sehen, welche Dienste genau mitgezählt wurden?
Nicht als Liste mit Daten. Deine Karte gibt die Summe und einen Satz, der erklärt, wie sie zustande kommt; die Übersicht pro Dienst liegt bei der Person, die die Vereinsverwaltung führt. Denkst du, dass ein Dienst fehlt, gib Datum und Dienstart durch, dann kann sie es in ihrem eigenen Bildschirm nachsehen.


