Beachvolleyball für Kinder: Spielformen, Felder und ein Training
Die kurze Antwort
Beachvolleyball für Kinder funktioniert gut auf kleinen Feldern mit einem niedrigen Netz oder einer Schnur, einem leichten Ball und Spielformen eins gegen eins oder zwei gegen zwei, damit jedes Kind den Ball oft berührt. Halte die Trainings kürzer als in der Halle, plane feste Trinkpausen ein und meide die Mittagssonne.
Beachvolleyball für Kinder ist ein einfacher Weg, ihnen Fallen, Hechten und Springen beizubringen, ohne dass jemand Angst vor dem Boden hat. Aber ein Feld für Erwachsene und ein harter Ball machen aus einem Sommernachmittag vor allem Warten. So richtest du den Sand für Kinder von sechs bis vierzehn Jahren ein, mit Spielformen und einem Training von einer Stunde.
Warum der Sand für Kinder gut funktioniert
Im Sand traut sich ein Kind, was es sich in der Halle nicht traut: fallen, hechten, einen Ball holen, der eigentlich schon weg ist. Der Boden ist weich, ein Hechtsprung kostet also nichts. Dazu spielst du mit zwei oder drei Kindern pro Spielfeldhälfte, und dann berührt jedes Kind den Ball viel öfter als in einer Halle mit zwölf Kindern an einem Netz. Im Zwei gegen zwei ist niemand nur Annahmespieler oder nur Angreifer: Jedes Kind macht alles, und das passt genau zu diesem Alter. Was pro Alter an Technik und Aufmerksamkeit machbar ist, steht in Jugendvolleyball nach Alter trainieren.
Der Sand hat auch seinen Preis. Laufen und Springen kostet mehr Kraft, den Ball erreichst du langsamer, und Kinder sind früher müde, als sie selbst merken. Ein Training von anderthalb Stunden wie in der Halle ist für Kinder im Sand meist zu lang. Für ein Hallenteam älterer Spieler, das den Sommer im Sand verbringt, steht ein ganzes Programm in Beachvolleyball-Übungen für dein Hallenteam. In diesem Artikel geht es um Kinder von sechs bis vierzehn Jahren.
Feld, Netz und Ball je Alter
Das offizielle Beachfeld misst 16 mal 8 Meter (Regel 1.1 der Official Beach Volleyball Rules 2025-2028 der FIVB). Für Kinder ist das viel zu groß: Der Ball fällt dann fast immer in ein leeres Stück Sand. Eine Feldgröße für junge Kinder schreibt die FIVB nicht vor, und Verbände und Vereine nutzen ihre eigenen Maße. Die Tabelle ist deshalb eine Faustregel. Kommt kaum ein Ballwechsel zustande oder gewinnt der Aufschläger fast jeden Punkt, ist das Feld zu groß.
| Alter | Spielform | Feld pro Seite |
|---|---|---|
| 6 bis 8 Jahre | 1 gegen 1 oder 2 gegen 2, werfen und fangen | Etwa 3 mal 3 Meter |
| 8 bis 10 Jahre | 2 gegen 2, den ersten Ball darfst du fangen | Etwa 4 mal 4 Meter |
| 10 bis 12 Jahre | 2 gegen 2 ohne Fangen | 5 bis 6 Meter breit und tief |
| 12 bis 14 Jahre | 2 gegen 2 | Von 6 mal 6 Metern bis zum vollen Feld von 8 mal 8 |
Das Netz. Für die Jugend nennen die Beachregeln der FIVB niedrigere Netze: 2,00 Meter für 12 Jahre und jünger, 2,12 Meter für 14 Jahre und jünger und 2,24 Meter für 16 Jahre und jünger (Regel 2.1). Was sonst in den Beachregeln steht, liest du in die Beachvolleyball-Regeln. Für jüngere Kinder funktioniert eine Schnur besser als ein Netz. Häng sie so, dass die meisten Kinder sie mit gestreckten Armen gerade nicht erreichen: Dann muss der Ball im Bogen hinüber, und genau das sollen sie lernen.
Der Ball. Ein echter Beachball ist größer und weicher als ein Hallenball, wiegt aber genauso viel: 260 bis 280 Gramm (Regel 3.1). Für Kinder bis etwa zehn Jahre ist das zu schwer, um ohne Schmerzen zu spielen. Nimm einen leichten, weichen Trainingsball. Achte aber auf den Wind: Ein sehr leichter Schaumstoffball wird weggeweht, dann funktioniert ein leichter Jugendball besser. Welche Größe und welches Gewicht zu welchem Alter passen, steht in der Volleyball je Alter.
Die Linien. Zieh sie mit einer Schnur zwischen vier Heringen oder mit einem Rechen. Such den Sand vorher nach Muscheln, Steinen und Glas ab, besonders an einem öffentlichen Strand.
Eine Schnur, drei Felder. Spann eine lange Schnur zwischen zwei Pfosten und leg die Felder nebeneinander darunter. Mit zwölf Kindern spielst du dann drei Partien zwei gegen zwei gleichzeitig, und niemand steht herum und wartet.
Sechs Spielformen im Sand
1. Sandball über die Schnur (6 bis 9 Jahre)
Aufbau: eins gegen eins auf einem Feld von etwa 3 mal 3 Metern, mit einer Schnur dazwischen. Regeln: werfen und fangen, nicht mit dem Ball laufen. Fällt der Ball in den Sand des anderen, hast du einen Punkt. Steigerung: Fang den Ball über dem Kopf und wirf ihn von dieser Stelle beidhändig zurück, in der Form eines Pritschens. So lernen Kinder, die Flugbahn des Balls zu lesen und unter den Ball zu kommen.
2. Hechten erlaubt (alle Altersgruppen)
Aufbau: der Trainer mit einem Korb Bälle, die Kinder in einer kurzen Reihe. Regeln: Der Trainer wirft den Ball knapp außer Reichweite, und das Kind holt ihn mit einem Hechtsprung oder einer Rolle und fängt ihn. Steigerung: danach spielen statt fangen, und danach zwei Bälle kurz nacheinander: erst kurz, dann tief. Für diese Spielform gehst du in den Sand; in der Halle trauen sich viele Kinder das erst Jahre später.
3. Zwei gegen zwei mit Fangen (8 bis 11 Jahre)
Aufbau: zwei gegen zwei auf einem Feld von etwa 4 mal 4 Metern. Regeln: Wer den ersten Ball bekommt, fängt ihn und wirft ihn hoch zu seinem Partner; der pritscht oder baggert ihn hinüber. Steigerung: Erst darf jeder erste Ball gefangen werden, dann nur ein schwieriger Ball, und zum Schluss gar keiner mehr. Nach zwei Ballwechseln mit vier Kontakten hintereinander darf das Duo einen Schritt weiter nach hinten aufs Feld.
4. Handtuch-Ziel (8 bis 14 Jahre)
Aufbau: in jedem Feld zwei Handtücher als Ziel. Regeln: Aufschlag von unten oder, für die Jüngsten, werfen von hinter der Grundlinie. Auf das Handtuch bringt zwei Punkte, ins Feld einen. Steigerung: Vergrößere den Abstand, und wer es kann, schlägt von oben auf. Ein Aufschlag, der über das Netz kommt, ist bei Kindern im Sand oft schon halb gewonnen, denn der Annahmespieler muss durch den Sand zum Ball.
5. König des Feldes (10 bis 14 Jahre)
Aufbau: ein Feld mit einer Königsseite; die anderen Duos warten hinter der Grundlinie auf der Gegenseite. Regeln: Der Trainer wirft dem herausfordernden Duo einen leichten Ball ein. Gewinnt dieses Duo den Ballwechsel, übernimmt es die Königsseite; verliert es, stellt es sich hinten wieder an. Steigerung: Bleib bei höchstens drei Duos pro Feld, sonst wartet ein Kind länger, als es spielt.
6. Sandstaffel (Aufwärmen)
Aufbau: Dreierreihen, mit einem Hütchen in fünf Metern Abstand. Regeln: mit Nachstellschritten zum Hütchen, den Ball unterwegs hochhalten, und zurück mit kurzen, schnellen Schritten. Steigerung: Kreuzschritte funktionieren im Sand nicht gut, also lass die Kinder seitlich nachstellen, mit den Hüften nach vorn. Weitere Spiele, die auch im Sand funktionieren, stehen in Volleyballspiele für Kinder.
Ein Beachtraining von einer Stunde
Ein Ablauf für zwölf Kinder von zehn bis zwölf Jahren auf drei Feldern:
- 0 bis 10 Minuten: Sandstaffel und ein Fangspiel.
- 10 bis 20 Minuten: zu zweit hin und her spielen, nach jedem Kontakt ein Schritt zur Seite.
- 20 bis 25 Minuten: trinken im Schatten.
- 25 bis 40 Minuten: Hechten erlaubt, danach Handtuch-Ziel.
- 40 bis 45 Minuten: trinken im Schatten.
- 45 bis 60 Minuten: zwei gegen zwei oder König des Feldes.
Für Kinder von sechs bis acht Jahren ist eine Dreiviertelstunde eine gute Faustregel, mit mehr kurzen Spielen und weniger Erklärung. Hör lieber auf dem Höhepunkt auf, als weiterzumachen, bis sich die ersten in den Sand setzen.
Sonne, heißer Sand und Trinken
Am Strand ist die Sonne ein größeres Risiko als der Ball. Die WHO rät, die Mittagssonne zwischen 10 und 16 Uhr zu meiden, besonders bei hohem UV-Index, Schatten aufzusuchen, schützende Kleidung und einen Hut mit Krempe zu tragen und Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 15 zu verwenden, die du alle zwei Stunden neu aufträgst. Kinder sind laut WHO empfindlicher als Erwachsene, also begrenze ihre Zeit in der Sonne besonders (Quelle: WHO zu ultravioletter Strahlung). Leg Sommertrainings deshalb auf den frühen Abend oder den Morgen, und sorg für Schatten bei den Feldern.
- Heißer Sand. Fühl den Sand selbst mit der Hand oder dem nackten Fuß, bevor die Kinder darauf gehen. Kannst du nicht ruhig darauf stehen, spielt mit Sandsocken oder später am Tag. Lass Kinder zwischen den Spielen nicht barfuß in der Sonne warten.
- Trinken. Jedes Kind hat eine eigene Trinkflasche am Feld. Plane feste Trinkpausen ein, häufiger als in der Halle, und warte nicht, bis die Kinder selbst danach fragen.
- Zu heiß geworden. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder ein Kind, das plötzlich still wird und nicht mehr mitmacht: aufhören, in den Schatten bringen, trinken lassen und abkühlen. Erholt es sich nicht schnell oder ist es verwirrt, ruf sofort einen Arzt oder den Notruf. Beschwerden, die nach dem Training bleiben, gehören zum Hausarzt.
Eine Sommerreihe in Koach planen
Eine Beachreihe für die Jugend ist meist ein fester Abend, sechs oder acht Wochen lang. In Koach trägst du sie auf einmal in den Kalender ein: Unter Termine wählst du Mehr und dann Wiederkehrende Trainings, mit dem Wochentag, dem ersten und letzten Datum, der Uhrzeit und einem Fokus. Der Button zählt, wie viele Trainings tatsächlich dazukommen.
Eltern sehen die Trainings auf ihrem eigenen Dashboard und im Kalender und melden ihr Kind an oder ab. Eltern zahlen dafür nichts: Ihr Konto läuft über das Abo des Teams. So weißt du vorher, wie viele Felder du aufbaust. Im Training legst du die Spielformen als Abschnitte im Plan an, mit ihrer Dauer, und danach erfasst du die Anwesenheit.
Was Koach nach den 14 kostenlosen Tagen kostet, steht auf der Preisseite.
14 Tage gratis, ohne Kreditkarte. Trag deine Sommerreihe heute Abend in den Kalender ein und lass die Eltern selbst anmelden.
Deine Beachreihe in Koach planenHäufige Fragen
Ab welchem Alter kann ein Kind Beachvolleyball spielen?
Spielen im Sand geht ab etwa sechs Jahren, mit Werfen und Fangen über eine Schnur auf einem kleinen Feld. Zwei gegen zwei ohne Fangen wird mit etwa zehn bis zwölf Jahren machbar, wenn Kinder baggern und pritschen können. Wichtiger als das Alter ist, dass Feld, Netz und Ball zum Kind passen, damit Ballwechsel entstehen.
Wie hoch hängt das Netz beim Beachvolleyball für Kinder?
Die Beachregeln der FIVB nennen für die Jugend 2,00 Meter für 12 Jahre und jünger, 2,12 Meter für 14 Jahre und jünger und 2,24 Meter für 16 Jahre und jünger. Für jüngere Kinder nimmst du eine Schnur oder ein niedrigeres Netz. Häng es so, dass die meisten Kinder es mit gestreckten Armen gerade nicht erreichen, dann muss der Ball im Bogen hinüber.
Welchen Ball nimmst du für Beachvolleyball mit Kindern?
Ein echter Beachball wiegt 260 bis 280 Gramm und ist für Kinder bis etwa zehn Jahre zu schwer. Nimm einen leichten, weichen Trainingsball, damit das Spielen nicht wehtut und der Ball länger in der Luft bleibt. Bei Wind wird ein sehr leichter Schaumstoffball weggeweht; dann funktioniert ein leichter Jugendball besser.
Müssen Kinder barfuß Beachvolleyball spielen?
In den offiziellen Regeln spielst du barfuß, außer der Schiedsrichter erlaubt etwas anderes. Im Training entscheidest du selbst. Ist der Sand zu heiß, um ruhig darauf zu stehen, oder können scharfe Stücke darin liegen, lass die Kinder Sandsocken tragen. Prüf den Sand vor jedem Training kurz selbst.
Trag deine Sommerreihe in den Kalender ein
14 Tage gratis, ohne Kreditkarte. Eltern melden ihr Kind selbst an, und du weißt, wie viele Felder du brauchst.
Mit Koach loslegenOder lies zuerst, was die Volleyball-Trainer-App alles kann.


