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Doppelblock im Volleyball: wer stellt den Block, wer schließt?

Die kurze Antwort

Beim Doppelblock im Volleyball stellt der Außenblocker auf der Seite des Angriffs den Block vor den Schlagarm des Angreifers, und der Mittelblocker schließt an, Schulter an Schulter und ohne Lücke. Sie springen gemeinsam. Einen Dreierblock setzt du gegen ein hohes, vorhersehbares Zuspiel zu einem starken Angreifer ein.

Ein Doppelblock im Volleyball ist mehr als zwei Spieler, die gleichzeitig springen. Ein Blockspieler bestimmt den Platz, der andere schließt an, und zusammen schirmen sie einen Teil des Feldes ab. Dieser Artikel erklärt pro Angriffsposition, wer was macht, wie die Mitte rechtzeitig anschließt, wann du zu dritt blockst und wie du es trainierst.

Lesezeit: 7 Min.

Stellen und Schließen: die Rollen im Doppelblock

Im Regelwerk heißt ein Block mit zwei oder drei Spielern kollektiver Block: Er wird von Spielern nah beieinander ausgeführt und ist vollendet, sobald einer von ihnen den Ball berührt (Regel 14.1.4 der Official Volleyball Rules 2025-2028). In der Praxis hat jeder Doppelblock zwei Rollen:

Der Blocksteller entscheidet, der Schließer folgt. Steht der Blocksteller falsch, schließt die Mitte trotzdem an ihn an: Zwei Hände am falschen Platz ohne Lücke sind besser als zwei gute Hände mit einer Lücke dazwischen. Die Grundlagen von Haltung, Sprung und Händen stehen unter Blocken: Beinarbeit, Timing und Hände; hier geht es um das Zusammenspiel.

Wer stellt und wer schließt, pro Angriffsposition

Angriff des GegnersWer stelltWer schließt
Außenangreifer, ihre linke SeiteDein Blockspieler auf Position 2Deine Mitte
Diagonalspieler oder rechts, ihre rechte SeiteDein Blockspieler auf Position 4Deine Mitte
Schneller MittelangriffDeine MitteNur wenn Zeit ist: der nächste Außenblocker
Angriff von hinter der Angriffslinie durch die MitteDeine MitteDer Außenblocker, den ihr dafür absprecht

Der Blockspieler, der nicht mitmacht, löst sich vom Netz und deckt die kurze Diagonale und den Tip. Ob deine Mitte wartet, bis sie das Zuspiel sieht, oder vorher mit ihrem Mittelangreifer mitspringt, bestimmt, wie oft an der Seite ein Doppelblock steht: Das ist die Wahl zwischen Read- und Commit-Block.

Spielst du ein 5-1, steht dein Zuspieler in drei Rotationen vorn und blockt rechts vorne, auf Position 2. Er ist dann der Blocksteller gegen ihren Außenangreifer, der oft viele Bälle bekommt. Ist dein Zuspieler klein, sprecht ab, dass er die Linie nimmt und die Mitte früher startet, um den Rest zu schließen. Vorderspieler tauschen nach dem Aufschlag auf ihren Blockplatz. Seit den Regeln von 2025 darf das aufschlagende Team schon beim Aufschlag überall im eigenen Feld stehen (Regel 7.4), sodass deine Blockspieler bei deinem eigenen Aufschlag direkt auf ihrem Blockplatz beginnen können; das annehmende Team muss weiter in der Rotationsordnung stehen. Was sich sonst geändert hat, steht unter die neuen Volleyballregeln.

Die Beinarbeit der schließenden Mitte

Die Mitte wartet in der Mitte des Netzes, mit den Händen vor den Schultern. Wie weit sie muss, bestimmt den Schritt:

Zwei Details machen den Unterschied. Erstens: Der letzte Schritt stoppt die Bewegung. Wer mit den Hüften noch weiterschiebt, schwebt seitlich in den Blocksteller hinein und landet auf dessen Füßen. Zweitens: Die Mitte schaut beim Laufen auf den Angreifer, nicht auf den Blocksteller. Der Blocksteller steht schon still; den Platz neben ihm findest du nach Gefühl, das Timing nur durch Hinschauen. Fortgeschrittene Mittelblocker schwingen beim Absprung die Arme mit wie bei einem Angriffssprung. Das bringt Höhe, verlangt aber viel Training und eine gute Landung.

Was die Hände abschirmen

Ein Doppelblock schirmt einen Teil des Feldes ab und lenkt den Angriff zu deinen Abwehrspielern. Eine verbreitete Absprache: Der Blocksteller nimmt mit seiner äußeren Hand die Linie, der Schließer nimmt den Ball und die Diagonale dahinter. Deine Abwehrspieler stehen dann im Schatten des Blocks und verteidigen, was um ihn herumgeht. Sprecht pro Spiel ab, was euer Block abschirmt, und sagt es auch den Abwehrspielern. Gegen einen Angreifer, der nur einen Schlag hat, verschiebst du den Block bewusst auf diesen Schlag; wie du so einen Plan machst, steht unter den Block gegen einen starken Angreifer organisieren. Alle Blockarten nebeneinander, vom Einerblock bis zu Read und Commit, findest du unter Blockarten im Volleyball.

Wann zu dritt: der Dreierblock

Nur Vorderspieler dürfen einen Block vollenden oder an einem vollendeten Block teilnehmen, und der Libero darf nie blocken (Regeln 14.1.1, 14.6.2 und 14.6.6). Ein Dreierblock besteht also aus allen drei Vorderspielern. Der dritte Blockspieler schließt innen an, neben der Mitte.

Ein Dreierblock lohnt sich in drei Situationen:

Der Preis ist hoch. Hinter dem Block stehen nur noch drei Abwehrspieler für einen Tip, einen abgewehrten Ball und beide tiefen Ecken. Und der dritte Blockspieler kommt von der anderen Seite des Netzes und muss eine ordentliche Strecke zurücklegen. Kommt er zu spät, springt er in die Naht und macht eine Lücke dazu. Die Regel: lieber ein guter Doppelblock als ein später Dreierblock.

So trainierst du den Doppelblock

  1. Ohne Ball. Dreiergruppen am Netz. Der Trainer zeigt nach links oder rechts: Der Außenblocker auf dieser Seite stellt, die Mitte schließt, und beide springen zusammen. Nach der Landung wirft der Trainer einen Ball gegen die Naht. Passt er durch, war der Block nicht dicht.
  2. Gegen einen Angriff von einer Erhöhung. Ein Trainer oder Spieler schlägt von einem Kasten auf der anderen Seite, abwechselnd links und rechts. Die Blockspieler stellen und schließen auf einen vorhersehbaren Ball, damit das Timing wachsen kann.
  3. Mit einem Zuspieler und zwei Angreifern. Der Zuspieler wählt selbst. Die Mitte liest und schließt an. Zählung für den Block: eine Berührung, die den Ball abbremst, ein Punkt, ein Blockpunkt zwei, ein Ball durch die Naht minus eins.
  4. In der Spielform. Sechs gegen sechs, wobei ein Blockpunkt doppelt zählt. Jetzt muss der Block lesen, entscheiden und schließen, im Tempo eines echten Ballwechsels.

Lass den Blocksteller rufen, nicht die Mitte. Sprecht ab, dass der Blocksteller im Moment des Zuspiels ein Wort ruft, zum Beispiel „Hier“. Die Mitte weiß dann, wohin sie muss, ohne zu ihrem Nebenmann zu schauen, und kann die Augen dort lassen, wo sie hingehören: beim Angreifer.

Wie der Block ins Ganze aus Aufschlag, Annahme, Angriff und Abwehr passt, steht unter Volleyballtaktik.

Blockpunkte und Blockberührungen erfassen

Ein Doppelblock punktet seltener, als du hoffst, aber er bremst viele Bälle ab. Willst du wissen, was dein Block leistet, erfasse mehr als Blockpunkte. In Koach buchst du beim Live-Scoring zuerst den Punkt; im Fenster Wie haben wir gepunktet? wählst du danach Block und tippst den Blockspieler an. Bei einem Doppelblock tippst du einen Spieler an, sprecht also als Team ab, wer den Punkt bekommt, zum Beispiel der Blockspieler, der den Ball zuerst berührt hat.

Das Fenster Wie haben wir gepunktet? in Koach mit den Optionen Angriff, Block, Ass und Fehler Gegner und den sechs Spielern unter dem Netz
Nach einem Blockpunkt: Block wählen und den Blockspieler antippen.

Im Modus Experte gibst du außerdem jedem Block eine Note von 0 bis 5, von Punkt Gegner und Kein Block bis Spielbar, Gut und Blockpunkt. So zählen auch die Berührungen mit, die den Ball für deine Abwehr spielbar gemacht haben. Was Koach nach den 14 Gratistagen kostet, steht auf der Preisseite.

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Häufige Fragen

Wer stellt beim Doppelblock den Block?

Der Außenblocker auf der Seite, auf der der Angriff kommt: gegen ihren Außenangreifer dein Blockspieler auf Position 2, gegen ihren Diagonalspieler dein Blockspieler auf Position 4. Er stellt sich vor den Schlagarm des Angreifers. Der Mittelblocker schließt an ihn an, auch wenn der Platz nicht perfekt ist, denn ein dichter Block am falschen Platz ist besser als eine Lücke.

Zählt ein Doppelblock als Ballkontakt?

Nein. Eine Blockberührung zählt nicht als Kontakt des Teams, nach einem Block hat dein Team also noch drei Kontakte. Der Ball darf in einer Aktion auch mehrere Blockspieler nacheinander berühren, und der Spieler, der geblockt hat, darf den nächsten Ball selbst spielen. Das steht in Regel 14.2 und 14.4 der FIVB-Regeln.

Darf ein Hinterspieler mitblocken?

Nein. Nur Vorderspieler dürfen einen Block vollenden oder an einem vollendeten Block teilnehmen, und der Libero darf es nicht einmal versuchen. Seit 2025 darf das aufschlagende Team beim Aufschlag zwar überall im eigenen Feld stehen, aber ein Hinterspieler, der am Netz steht, darf danach trotzdem nicht blocken.

Was macht der Mittelblocker, wenn er zu spät ist?

Dann springt er nicht halb in die Naht. Ein Blockspieler, der zu spät kommt, macht die Lücke nur größer und steht seinem Abwehrspieler im Weg. Lieber ein gut platzierter Block: Die Mitte bleibt stehen oder löst sich vom Netz und verteidigt den Tip und den kurzen Ball hinter dem Blocksteller.

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