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Volleyball reinigen: so geht es, ohne den Ball zu beschädigen

Die kurze Antwort

Einen Volleyball reinigst du mit einem weichen, feuchten Tuch. Bei hartnäckigem Schmutz nimmst du etwas milde Seife in lauwarmem Wasser, wischst die Seifenreste ab und lässt den Ball an der Luft trocknen, nicht in der Sonne. Nicht eintauchen, nicht mit dem Föhn trocknen und keine Mittel, die einen fettigen Film hinterlassen.

Einen Volleyball reinigen ist schnell gemacht, aber mit Wasser, Wärme oder dem falschen Mittel bekommt ein Ball Schäden, die du erst Wochen später siehst: ein Feld, das sich löst, eine glatte Oberfläche oder ein Ventil, das Luft verliert. So hältst du die Bälle deines Teams sauber, und das lässt du besser bleiben.

Lesezeit: 6 Min.

Wie reinigst du einen Volleyball?

Ein Hallenball hat nach dem Regelwerk der FIVB eine Hülle aus Leder oder synthetischem Leder mit einer Blase aus Gummi darin (Regel 3.1). Bei vielen Bällen ist dieses Leder verklebt. Die Pflegehinweise von Molten sagen es wörtlich: Wasser und Wärme können den Klebstoff lösen, und dann löst sich das Leder oder verfärbt sich. Deshalb arbeitest du dich von leicht zu stark vor:

  1. Trocken abwischen. Staub und Sand vom Hallenboden entfernst du mit einem trockenen, weichen Tuch.
  2. Feucht abwischen. Ein weiches Tuch oder ein Schwamm, nass gemacht und gut ausgewrungen. Feld für Feld, ohne zu schrubben.
  3. Flecken. Graue Streifen vom Boden oder von Schuhsohlen bekommst du oft mit einem weichen Radiergummi weg. Für hartnäckige Flecken nennt Molten einen Reiniger für synthetisches Leder.
  4. Sehr schmutzig. Molten nennt dann reichlich Wasser mit einer milden Seife, ohne den Ball in der Lauge liegen zu lassen, und danach gut abspülen und abtropfen lassen. Willst du das Wasser von den Nähten fernhalten, arbeite mit einem gut ausgewrungenen Tuch und wisch die Seifenreste danach mit einem sauberen, feuchten Tuch ab. Seife, die zurückbleibt, kann den Ball glatt machen.
  5. Trocknen. Mit einem sauberen Tuch trocken reiben und den Ball an einem luftigen Ort an der Luft trocknen lassen, nicht in der Sonne. Molten rät ausdrücklich von einem Föhn oder einem anderen Gerät ab.

Wie oft? Nach jedem Spiel draußen, und einen Hallenball, sobald er sichtbar grau wird oder sich glatt anfühlt. Ein kurzes Abwischen mit einem trockenen Tuch nach jedem Training spart dir die meiste Arbeit. Molten rät auch davon ab, auf einem stark gewachsten Boden zu spielen. Trainierst du in einer Halle, in der sich die Bälle danach glatt anfühlen, wisch sie nach diesem Training sofort ab, bevor sich der Schmutz in der Oberfläche festsetzt.

Was du mit einem schmutzigen Volleyball besser nicht machst

Hallenball, Outdoorball oder Beachball: macht das einen Unterschied?

Synthetisches Leder ist bei Hallenbällen der Standard; dafür gelten die Schritte oben. Echtes Leder findest du bei Volleybällen selten. Molten empfiehlt dafür eine kleine Menge Reiniger für Naturleder auf einem weichen Tuch und danach die Reste zu entfernen und den Ball nachzupolieren.

Beachbälle sind nach dem Beachregelwerk der FIVB aus einem Material, das keine Feuchtigkeit aufnimmt, weil auch im Regen gespielt wird (Regel 3.1). Sand bekommst du am leichtesten ab, wenn der Ball trocken ist: abklopfen und mit einem trockenen Tuch abwischen. Wisch das Ventil sauber, bevor du eine Nadel hineinsteckst. Was einen Beachball sonst vom Hallenball unterscheidet, liest du unter einen Beachvolleyball auswählen. Ein Ball für draußen auf Rasen oder Asphalt wird schneller schmutzig; halte ihn getrennt von deinen Hallenbällen, damit der Dreck nicht mit in die Halle kommt.

Ventil und Nadel: den Ball ohne Schaden aufpumpen

Ein Ball, der immer weicher wird, hat nicht immer ein Loch in der Blase; auch das Ventil kann undicht sein. Im Prüfhandbuch von Mikasa für den Beachball, das die FIVB veröffentlicht, steht, dass du die Nadel der Pumpe vor dem Einführen mit einem Gleitmittel auf Glycerinbasis befeuchtest, weil eine trockene Nadel das Ventil beschädigen und dann Luft entweichen lassen kann (Mikasa Ball Inspection Manual). Molten sagt dasselbe mit eigenen Worten: eine dünne Nadel, angefeuchtet und ruhig eingeführt, und aufpumpen bis zu dem Druck, der auf dem Ball steht.

Ein Hallenball soll nach dem Regelwerk einen Druck von 0,30 bis 0,325 kg/cm² haben (Regel 3.1). Wie du das misst und was du tust, wenn du kein Druckmessgerät hast, steht unter der Luftdruck eines Volleyballs.

Aufbewahren: So halten die Bälle deines Teams länger

Mach einen festen Ballcheck daraus. Einmal im Monat gehen alle Bälle durch, mit drei Fragen: Ist er sauber, hat er den richtigen Druck, und gibt es Schäden wie eine Beule, ein loses Feld oder ein undichtes Ventil? Ein Ball mit einer Beule oder einem losen Feld kommt aus dem Wagen, weil er anders springt und fliegt als die anderen.

In einem Verein fällt dieser Check oft zwischen die Stühle: Alle nutzen die Bälle, niemand ist verantwortlich. Sprich pro Team ab, wer die Balltasche mitnimmt und wer den Check macht, und halte das irgendwo fest, wo es nicht untergeht. Warum ein Gruppenchat dafür schlecht geeignet ist, liest du unter warum die WhatsApp-Gruppe scheitert. Braucht ihr einen neuen Satz Bälle, hilft welchen Volleyball du kaufst bei der Wahl.

Den Ballcheck in deinen Trainingsplan setzen

Koach reinigt keine Bälle und verwaltet auch kein Material. Was hilft: Setz den Ballcheck als festen Abschnitt in den Plan des letzten Trainings im Monat. In der Trainingsansicht tippst du auf + Abschnitt, nennst ihn zum Beispiel „Bälle prüfen“, stellst die Dauer auf 5 Minuten und schreibst die drei Fragen unter Beschreibung hinzufügen. Speichere diesen Plan über das Menü oben rechts mit Als Vorlage speichern; im Monat darauf holst du ihn mit Plan kopieren zurück, samt Ballcheck.

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Häufige Fragen

Darf ein Volleyball in die Waschmaschine?

Nein. Hersteller wie Molten raten davon ab, einen Ball in einer Seifenlauge liegen zu lassen, und eine Waschmaschine oder Spülmaschine verbindet warmes Wasser mit Drehen. Wasser und Wärme können den Klebstoff unter den Feldern lösen, und dann löst sich das Leder oder verfärbt sich. Nimm ein ausgewrungenes Tuch mit etwas milder Seife und wisch die Reste danach ab.

Wie wird ein glatter Volleyball wieder griffig?

Ein Ball wird oft durch Schmutz, Schweiß oder Seifenreste glatt. Wisch ihn mit einem ausgewrungenen Tuch und etwas milder Seife ab, entferne die Seife mit einem sauberen feuchten Tuch und lass ihn an der Luft trocknen. Nimm kein Lederfett und kein Schuhspray: Die machen die Oberfläche noch glatter. Bleibt ein alter Ball glatt, ist die Oberfläche abgenutzt.

Kann man einen Volleyball desinfizieren?

Die Pflegehinweise von Molten nennen Wasser, milde Seife und einen Reiniger für (synthetisches) Leder, keine Desinfektionsmittel. Willst du Bälle gründlich reinigen, zum Beispiel weil sie durch viele Hände gehen, ist ein Tuch mit milder Seife die sichere Wahl. Willst du trotzdem ein anderes Mittel nehmen, probier es zuerst an einem Ball aus und wisch die Reste danach ab.

Was tust du, wenn ein Volleyball nass geworden ist?

Wisch die Feuchtigkeit mit einem sauberen Tuch ab und lass den Ball an einem luftigen Ort an der Luft trocknen, nicht in der Sonne. Nimm keinen Föhn und keine Heizung. Prüf danach, ob die Felder noch fest sitzen, denn Wasser kann den Klebstoff angreifen, und räum den Ball erst weg, wenn er ganz trocken ist.

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