Schiedsrichter und Anschreiber einteilen: der Reiter Spieltag
Am Donnerstagabend steht bei den Spielen vom Samstag noch kein einziger Name. Jemand muss pfeifen, jemand anschreiben, und meistens muss auch jemand die Halle aufschließen — drei Plätze pro Spiel, und an einem vollen Spieltag fünf Spiele hintereinander. Es ist die Arbeit, die jede Woche wiederkommt und für die jeder Verein jede Saison aufs Neue jemanden sucht. Der Reiter Spieltag ist genau für diese Liste gemacht.
Was pro Heimspiel geregelt werden muss
Bei einem Heimspiel stellt der gastgebende Verein die Leute rund um das Feld. In den meisten Ligen sind das drei: jemand, der pfeift, jemand, der den Spielberichtsbogen führt und die Anzeigetafel bedient, und jemand, der die Halle offen hat, die Netze aufbaut und ansprechbar ist, wenn etwas schiefgeht — der Hallendienst. Bei einem Auswärtsspiel regelt das der Gegner, dafür musst du also nichts tun.
Der Reiter Spieltag im Vereinsbereich geht um genau diese Plätze. Er reiht die Heimspiele all deiner Mannschaften untereinander auf, gruppiert nach Datum, mit Uhrzeit und Halle dabei. Auswärtsspiele stehen nicht dazwischen, und ein abgesagtes Spiel fällt heraus: dafür muss niemand mehr kommen. Oben wählst du, wie weit du vorausschaust — vier Wochen, zwölf Wochen (so öffnet der Bildschirm) oder die ganze Saison. Die letzte Einstellung schaut vierzig Wochen voraus, also praktisch ein volles Spieljahr; mit vier Wochen behältst du gerade nur die nächsten Spieltage.
Selbst bestimmen, welche Rollen zu einem Spiel gehören
Unter jedem Spiel stehen drei gestrichelte Schaltflächen: + Schiedsrichter, + Anschreiber und + Hallendienst. Du tippst an, was du bei diesem Spiel brauchst. Sobald eine Rolle bereitsteht, verschwindet ihre Schaltfläche aus der Reihe, damit bei einem Spiel nie zwei gleiche Rollen entstehen können.
Das wirkt wie ein Detail, ist aber der ganze Unterschied zu einem festen Raster, in dem jedes Spiel dieselben drei Zeilen bekommt. In der Praxis verlangt nicht jedes Spiel dasselbe. Bei einem Vormittag mit vier Jugendspielen hintereinander stellst du oft einen Hallendienst für den ganzen Block hin und sonst nichts. Bei einem Spiel, für das der Verband selbst einen Schiedsrichter ansetzt, legst du nur einen Anschreiber an. Und bei dem Spiel, um das es geht, stellst du alle drei Rollen hin. Du legst also keine Planzeilen an, die du danach wieder durchstreichen musst — du stellst nur bereit, was wirklich besetzt werden muss.
Was du bereitstellst, wird ein Dienst mit eigenem Namen, in der Form Schiedsrichter · Damen 1 - SV Musterstadt, am Datum und zur Uhrzeit des Spiels. Überlegst du es dir anders, nimmst du die Rolle mit dem Kreuzchen daneben wieder weg. Die App fragt erst nach: Diesen Dienst löschen? Wer eingeteilt ist, wird mit entfernt.
Jemanden wählen, der es auch darf
Neben jeder Rolle steht die Schaltfläche Einteilen. Sie öffnet eine Liste mit den Leuten, die ihr selbst als Offizielle hinterlegt habt, mit ihrer Stufe hinter dem Namen — damit du beim Spiel der ersten Mannschaft nicht versehentlich jemanden hinstellst, der gerade sein erstes Jugendspiel gepfiffen hat.
Wichtiger noch: diese Liste ist pro Rolle schon gefiltert. Bei Schiedsrichter siehst du nur die Leute, bei denen Kann pfeifen angeschaltet ist, bei Anschreiber nur, wer Kann anschreiben anhat. Wer es nicht darf, taucht in der Auswahlliste also gar nicht auf — du kannst ihn nicht aus Versehen wählen. Genau an dieser Stelle lässt dich eine Tabelle im Stich: dort stehen alle Namen durcheinander und du musst selbst im Kopf behalten, wer was darf. Der Hallendienst kennt diese Grenze nicht; wer auf der Liste steht, kann die Halle machen.
Eine Ausnahme ist gut zu wissen: ist das Häkchen für eine Rolle bei niemandem gesetzt, zeigt die App trotzdem die ganze Liste. Sonst würde die Schaltfläche nichts tun und du würdest nicht sehen, warum. Stimmen die Häkchen, stimmt die Auswahlliste.
Die Liste selbst steht unten im selben Reiter, unter der Überschrift Wer pfeifen oder anschreiben kann. Solange sie leer ist, gibt es nichts einzuteilen — sie ist damit der erste Schritt dieses ganzen Bildschirms. Wer in diese Liste gehört und wie du den Vereinsbereich weiter einrichtest, steht in von einer Mannschaft zum ganzen Verein. Jemanden, den du versehentlich eingeteilt hast, nimmst du wieder weg, indem du seinen Namen beim Spiel antippst.
Die Schaltfläche, die die offenen Plätze verteilt
Über den Spielen steht Automatisch einteilen. Wie bei den Thekendiensten kommt zuerst dran, wer am wenigsten dran war. Was hier anders läuft — und was du wissen musst, bevor du auf die Schaltfläche drückst — ist, worüber diese Zählung läuft. Die Verteilung schaut nicht nur auf die Wochen, die du auf dem Bildschirm siehst, sondern auf alles, was ab heute an Spieltagsdiensten in der Planung steht — auch bei Spielen, die weiter hinten in der Saison liegen, außerhalb deines gewählten Zeitraums. Teilst du erst die ganze Saison ein und danach noch einen Block von vier Wochen dazu, dann zählt einfach mit, wer in der ersten Runde schon drei Mal hingestellt wurde. Ohne diese breitere Zählung würde jemand, der weiter hinten schon voll ist, in jeder neuen Runde wieder oben anfangen.
Außerdem gelten zwei Regeln, die dir auffallen, sobald du den Plan nachliest: niemand bekommt zwei Spieltagsdienste am selben Tag, und die Schaltfläche füllt ausschließlich Plätze bei Rollen, die du selbst bereitgestellt hast. Sie erfindet also keine Dienste. Bleibt danach etwas übrig — zu wenige Leute, oder zu wenige, die pfeifen dürfen — dann steht dort schlicht Noch niemand eingeteilt und du siehst auf einen Blick, welche Spiele noch Aufmerksamkeit brauchen.
Bevor die Schaltfläche etwas tut, fragt die App nach — eine Runde automatisch einteilen macht man nicht aus Versehen. Danach erscheint der Dienst im Kalender der eingeteilten Person, zwischen ihren Trainings und Spielen, und dort kann sie auch absagen; dann steht ihr Name mit einem Kreuz im Plan und der Platz zählt wieder als offen. Eine Einteilung, die niemand gelesen hat, ist noch keine Einteilung — es lohnt sich also, nach einer Runde selbst eine Vereinsmitteilung hinterherzuschicken mit der Bitte, kurz in den Kalender zu schauen.
Ein Spieltagsdienst und ein Thekendienst sind zwei getrennte Dinge
Das ist die Verwechslung, die in jedem Verein einmal auftaucht. Ein Spieltagsdienst und ein Thekendienst sind in der App zwei getrennte Dienste, auch wenn sie zum selben Spiel gehören. Jeder hat seinen eigenen Plan, seine eigene Einteilung und seine eigene Schaltfläche. Sie schauen auch nicht aufeinander: theoretisch kann jemand für beide beim selben Spiel eingeteilt werden — als Anschreiber in der Halle und hinter der Theke.
Das ist kein Fehler, denn in vielen Vereinen passiert genau das (erst anschreiben, danach die Theke). Es heißt aber, dass du an einem vollen Spieltag den Tag selbst noch einmal durchliest, bevor du ihn verschickst. Die beiden Pläne unterscheiden sich auch in der Reichweite: die Thekendienste kannst du in einem Rutsch für ein ganzes Jahr erzeugen lassen, während du den Spieltag pro Zeitraum einteilst — für die Spiele, die dann schon feststehen.
Wer den Plan macht, und was ihr drumherum vereinbart
Der Reiter Spieltag ist nicht für alle sichtbar: er gehört zu den Leuten, die den Vereinsbereich verwalten, nicht zu den Trainern. Wer das bei euch ist und was so jemand sonst noch darf, steht in deinen Volleyballverein verwalten. In der Praxis ist es praktisch, wenn eine Person diesen Plan macht und eine zweite ihn im Urlaub übernehmen kann — damit die Frage „wer macht das eigentlich“ nie wieder am Freitagabend gestellt werden muss.
Was die App nicht für dich entscheidet, ist die Vereinbarung darunter: ob ein Mitglied verpflichtet ist, Dienste zu übernehmen, wie viele das pro Saison sind und ob man sich davon freikaufen darf. Das ist Vereinspolitik, die der Verein erst selbst festlegt — die vier Wege, Vereinsaufgaben zu verteilen stellen die Möglichkeiten nebeneinander. Arbeitet euer Verein mit so einer Pflicht, kann ein geleisteter Spieltagsdienst darin mitzählen; wie schwer, bestimmt der Verein pro Art von Dienst selbst.
Die Reihenfolge, die am besten funktioniert, ist damit auch gleich die kürzeste: halte zuerst fest, wer pfeifen und anschreiben darf, stelle danach pro Spiel die Rollen bereit, die du wirklich brauchst, und drück erst dann auf die Schaltfläche. Was dann noch offen bleibt, ist kein Planungsproblem mehr, sondern ein Menschenproblem — und das ist wenigstens das richtige Gespräch.
Kurz: die Schaltfläche füllt nur Plätze, die schon da sind. Stell also erst pro Spiel die Rollen bereit und teile danach automatisch ein — sonst sieht es aus, als würde nichts passieren.
Häufige Fragen
Was passiert, wenn ich zweimal auf Automatisch einteilen drücke?
Dann wird nichts überschrieben. Die Schaltfläche schaut nur auf Plätze, bei denen noch niemand steht, und lässt die Namen, die schon da sind, in Ruhe — egal, ob du sie selbst gewählt oder in einer früheren Runde hast verteilen lassen. Du kannst sie also ruhig noch einmal benutzen, sobald Spiele oder Rollen dazugekommen sind.
Ich habe bei dem falschen Spiel eine Rolle bereitgestellt. Kann ich das rückgängig machen?
Ja, mit dem Kreuzchen neben der Rolle. Die App fragt erst nach, denn wer schon eingeteilt ist, wird mit entfernt, und der Dienst verschwindet dann auch aus seinem Kalender. Hinterher rückgängig machen geht nicht: du stellst die Rolle einfach neu bereit und teilst neu ein.
Bekommt jemand automatisch Bescheid, dass er eingeteilt ist?
Nein. Der Dienst erscheint zwar sofort in seinem eigenen Kalender in der App, zwischen seinen Trainings und Spielen, aber es geht keine eigene Mail oder Meldung raus. Willst du sicher sein, dass die Leute es gesehen haben, schick nach einer Runde Einteilen selbst eine Vereinsmitteilung.
Warum sehe ich bei ganzer Saison nicht wirklich alle Spiele des Jahres?
Die App fragt bei dieser Einstellung vierzig Wochen ab, aber der Server gibt nie mehr als ein halbes Jahr im Voraus zurück. Das ist eine bewusste Grenze, damit eine einzelne Abfrage keine Liste mit Tausenden Spielen aufziehen kann. In der Praxis merkst du wenig davon: Spiele, die weiter weg liegen, rutschen von selbst ins Bild, sobald du später erneut einteilst.


